Weltenzerstörer
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Liebe Spieler,
die Schrecken von Sherrinhfjord konntet ihr erst einmal hinter euch lassen. Nachdem ihr wegen der unterschiedlichsten Verbrechen aus verschiedenen Teilen des Norden Leändriens auf die Insel in der Mitte des Ozeans gebracht wurdet, habt ihr vielleicht sogar zum ersten Mal kurmarkische Gardinen sehen dürfen. Die Grausamkeit der Wächter habt ihr mindestens ebenso schnell lieben gelernt, wie das kalte Wasser in der Dusche. Eure Moral nahm stetig ab, eure Verletzungen dafür immer mehr zu. Körperteile wurden als Strafe entfernt oder für immer unbenutzbar geprügelt. Verhöre wurden geführt. Messen über die Schwere eurer elenden Vergehen ertragen.
Dafür ist es euch aber ebenso schnell gelungen Kontakte mit einigen Fraktionen innerhalb dieses unsäglichen Gefängnisses zu knüpfen. Ihr habt euch direkt mit den Darmstopfern angefreundet, die ihr fortan immer wieder in der Küche aufgesucht und unterstützt habt. Auch mit den Waschweibern konntet ihr kleine Bande knüpfen, während mutige Häftlinge das Gefängnis erkundeten und euer gefesseltes Ziel ausfindig machten. Eure Planungen zum Ausbruch blieben zwar vage und riskant, dafür habt ihr jedoch eine abenteuerartige Flucht erlebt, wie es sie wohl kaum ein zweites Mal geben wird. Nachdem ihr eure Zelle aufgebrochen habt, seid ihr mit entwendeten Rüstungen aufgebrochen und habt mehrere Wachen abgelenkt. Leider ist euch dabei ein schwerwiegender Fehler unterlaufen und ihr wurdet noch im eigenen Gefangenentrakt entdeckt. Trotzdem konnte euch niemand mehr von der ersehnten Rettung der Freiheit abbringen. Gemeinsam mit euren Waschweibern seid ihr an das Torhaus gestürmt, habt Wachen überwältigt und das Torhaus besetzt. Eure Zielperson habt ihr geschickt abgeschirmt, euch dafür aber der Wut des schwerbewaffneten Inquisitors ausgesetzt. Schüsse erklangen und rissen einige von euch in den Tod, als sich endlich die Pforte zur Freiheit öffnete.
Einige, wenige von euch türmten durch den offenstehenden Spalt. Der Rest wagte den meist tödlichen Sprung von der hohen Mauer. Wer überlebte und noch laufen konnte, gehörte zu den glücklichen Gestalten, die das Rennen zu den Booten fortsetzen durften. Doch hattet ihr eure Rechnung ohne die Sôlaner gemacht. Eine Kanone erklang - und verfehlte zu eurem Glück. Doch Inquisitor Magnus Grimveil war deutlich zielsicherer und riss mit seinen Pistolen noch weitere Löcher in die Reihen der Flüchtigen.
Schlussendlich überlebten drei Spielercharaktere, eure Zielperson und ein Mitglied der Waschweiber ihr Abenteuer in Sherrinhfjord. Als die Boote gerade über den stürmischen Ozean aufbrechen wollten, tat sich plötzlich ein Portal vor euch auf - und ihr fandet euch alle auf Neu Corethon wieder.
Dort stand euch der meisterlich wahnsinnige Alchemist Zahar al Hamman gegenüber. Seine Wettermaschine, sein Homunkulus 2.0, der von euch gerettete Magier Vernant Kruppik sowie die Überlebenden der Flucht waren auf einmal eure Widersacher. Zahar baute eine Wettermaschine, die er mit seinen Experimenten ausgetüftelt hatte und mit der Blauen Doppelfaust gar noch verstärken konnte, nachdem ihr sie ihm bereitwillig übergeben hattet. Sie sorgte für all den Schnee, all die Kälte auf Neu Corethon.
Ein Kampf brach aus, denn ihr wolltet Zahar dieses Mal den Gar aus machen. Viele von euch fielen jedoch nach den ersten Schlägen des mächtigen Alchemisten und vor allem seiner neuesten Kreation. Als die Hoffnung verloren schien, stürmten zu eurem Glück mehrere Vertraute aus der Stadt herbei. Egal ob Stadtmeister, Hauptmann, Dekanin oder Priorin - sie taten ihr Bestes, um euch in diesem Kampf zur Seite zu stehen. Dank eines gezielten Wurfs und eines ebenso gezielten Schlags konnte die Wettermaschine zum Bersten gebracht werden. Ihr habt alle gespürt, dass eine Explosion kurz bevorstehen musste. Die Flucht war der einzige Ausweg. Nur so konntet ihr Überleben. Selbst Zahar verschwand wieder durch sein
merkwürdiges Portal.
In heldenhafter Manier habt ihr eure Verwundeten gepackt, mitgezogen und seid geschwind in den einzigen Tunnel verschwunden, der euch an die rettende Oberfläche gebracht hat. Hinter euch explodierte die Maschine in einer gewaltigen Feuerlawine, die euch die Rücken versengte. Doch ihr habt es alle geschafft - lediglich euer ehrenwerter Hauptmann Wilhelm von Pforten ließ sein Leben in treuer Pflicht für euch.
Zahar entkam - letztes Mal - dieses Mal - nächstes Mal?
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Liebe Spieler,
vielen Dank für eure Teilnahme am diesjährigen Winterevent!
Jegliche Kritik, Anmerkungen, Wünsche, Danksagungen und vor allem all das, was wir besser und schlechter machen sollen, könnt ihr uns hier oder per privater Nachricht mitteilen!
Wir hatten viel Spaß, haben allerlei Emotionen erlebt und hoffen, dass es euch ebenso erging.
Bis zum nächsten Jahr im Winter auf Athalon.
Eure Spielleitung
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"Nicer Cock, Schussi" - Christian, 06.12.2019
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Spektabilität der Memes
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Dann bin ich mal der Erste, der seinen Senf los wird!
Lasst mich zum Einstieg direkt loswerden:
Es war ein echt tolles Event! Wieder einmal habt ihr euer Herzblut in ein großes Projekt gesteckt und wieder einmal ist es auch an jeder Ecke sichtbar rausgetropft. Vielen Dank dafür! Der Knast von Sherrinhfjord hat sich unglaublich echt angefühlt, was es wirklich leicht gemacht hat in die Rolle unserer Abschaum-Charaktere reinzukommen! Ich hatte den Eindruck dass von vorn bis hinten alles gut durchgeplant war, aber wir sind alle nur Menschen und nicht perfekt, deshalb hab ich auch ein bisschen was zu bemängeln. Das meiste davon hab ich im TS schon angesprochen, aber ich gebs gern nochmal schriftlich, wenns euch hilft.
Kritikpunkt 1:
Im Rollenspiel wurden wird zwar oft aufgeteilt, im TS jedoch nicht. Das hat es mir etwas schwer gemacht alles richtig zu verfolgen, denn es wurde ja schon oft kreuz und quer geredet. Dadurch schien mir das ganze manchmal auch etwas hektischer als nötig. Es hätte meiner Meinung nach geholfen sich hier und da mal in Kanäle aufzuteilen. Klar waren wir eine große Gruppe die unbedingt ausbrechen wollte und da muss man auch die Köpfe zusammenstecken und will zusammen mitfiebern, aber manchmal ist man eben auch getrennt. Das befeuert meiner Meinung nach auch die Spannung ein wenig, weil man ja nicht weiß "was zum Teufel machen die andern grade". Wenn alle im gleichen Channel sind geht das etwas verloren weil man ja hier und da den einen frustrierten Seufzer oder glücklichen Aufschrei mitbekommt. Ist jedenfalls meine subjektive Einschätzung.
Kritikpunkt 2:
Was meinen zweiten Kritikpunkt angeht will ich vorweg sagen: Ich weiß, ihr seid Menschen. Ihr seid im Dauereinsatz. Ihr seid gestresst und habt vermutlich 20 Dokumente, 30 Exceltabellen und 50 sonstige Dinge offen, damit ihr einen Überblick habt und betreut ein gutes Dutzend Spinner, die verrückte Dinge tun. Ist mir alles bewusst und ich habe für euch deshalb größten Respekt! Aber ich hatte zwei Situationen, in denen ich mich etwas vernachlässigt gefühlt habe, muss ich ehrlich sagen. Einmal beim Latrinendienst mit Marijke und einmal beim Wäschedienst mit Halton. Ich habe schon mitbekommen dass gerade während des Latrinendienstes viel Gewusel war, jede SL sich 8 Arme hat wachsen lassen und auch immer wieder betont wurde, dass man mich nicht vergisst. Aber ich hab da trotzdem auch gut eine halbe Stunde quasi nichts gemacht, was sich etwas blöd angefühlt hat. Ich kann schon verstehen dass in all dem Trubel irgendwo etwas/jemand hinten runterfällt, wie gesagt. Aber schön ist es halt trotzdem nicht. Beim Wäschedienst wars ähnlich, als Lotte und Samuel Halton zurückgelassen haben, aber da wars deutlich kürzer.
Ist beides ein rein subjektives Problem, ich konnte damit auch leben und es muss auch keiner darauf antworten. Hab euch lieb <3
Kritikpunkt 3:
Last but not least würde ich sagen, dass eine Triggerwarnung vielleicht angebracht gewesen wäre. Ich persönlich hätte keine gebraucht, aber gerade weil ja auch im Raum stand neue Spieler mit dem Event anzulocken wäre es vielleicht sinnvoll gewesen. Denn Dämonen, Albträume und dergleichen können zwar mega gruselig und schockierend sein, aber die Zustände in Sherrinhfjord waren schon ein ganz anderes Level. Mit Folter, Hinrichtungen und seelischem Missbrauch und allem was zu einem guten Horroknast dazugehört. Was auch wieder einmal beweist, dass der Mensch das größte Monster ist. #ichbin14unddasisttief
Ich würde mein Feedback gern aber mit positiven Worten abschließen und nochmal betonen wie geil ich das Setting fand! Es hat alles gepasst - die NPCs, die Event-Charaktere, die Map - DIE MAP! Meine Güte, die MAP! Ich vermisse sie jetzt schon! Die war nicht nur passend ausgewählt, sondern auch sehr, sehr, sehr stimmig eingerichtet! Außerdem fand ich die Idee zwei Settings zu verschmelzen mega! Also dass der Knastausbruch ein Prequel zu den Ereignissen auf NC war. Und unseren BBEG Zahar zu sehen ist mir sowieso immer ein innerliches Blumenpflücken. Auch der Auftritt der Kavallerie wird mir immer in Erinnerung bleiben!
Also nochmals ein großes DANKE für dieses Event!
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Rabastan
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Liebe Spielleitung und Spieler,
allem in allem war es mir ein inneres Blumenpflücken!
Ein sehr schöner Plot an den Grenzen unserer Charaktere und Nerven. Das Zusammenspiel beider Charakterformen hat mir sehr gut gefallen.
Für mich gibt es da nur ein Plus am Ende des Kassenbons!
EUER SIMON!
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Weltenzerstörer
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05.02.2025, 02:19 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.02.2025, 02:19 PM von Feuerfrosch.)
Vielen Dank euch beiden heldenhaften Menschen für eure Rückmeldungen. Im Teamspeak habe ich gehört, dass es noch weitere Menschen mit Meinungen gibt, welche diese auch gerne kundtun möchten. Ich würde euch daher gern bis zum Ende der Woche auffordern alle verbliebenen Meinungen irgendwie festzuhalten, damit wir als SL möglichst einen zeitnahen Termin zur Nachbesprechung unter Einbeziehung eurer Punkte finden können. Uns hilft es dabei einfach sehr ein Gesamtbild zu halten. Besteht dieses nur aus zwei eurer und unseren eigenen Meinungen, ist das natürlich völlig in Ordnung. Wenn euch aber Punkte wirklich gestört oder gefreut haben, können wir diese nur verändern bzw. bestärken, wenn wir davon Kenntnis erlangt haben.
"Nicer Cock, Schussi" - Christian, 06.12.2019
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Hallo! Anbei mein Feedback zum Winterplot "Seelen von Sherrinhfjord Ich hatte - trotz der von mir im Verlauf des Feedbacks angebrachten Kritikpunkte - eine wirklich gute Zeit und bin froh am Sonntag noch bis zum bittersüßen Ende dabei gewesen zu sein. Zunächst will ich mich also Sam und Simon anschließen und sagen: Danke! Für alles schon genannte, und insbesondere für den Teil welchen ihr jeweils persönlich mit eurem eigenen Stil zum Gelingen dieses Plots beigetragen habt. Wir können uns echt glücklich schätzen in den Genuss von einer so gut zusammenarbeitenden Spielleitung zu kommen, in der trotzdem jede SL eigene Akzente setzen kann. An dieser Stelle also auch einmal jeweils persönliches Lob für Dinge, die ihr aus meiner Sicht zum Winterplot beigetragen habt - Neben der schon mehrfach gelobten Teamleistung.
An Domi, unser Weltgeschehen: Danke für genau das! Weltgeschehen. Einen Artikel im Leändischen Herold der erst im Nachhinein Winterplot-Bezug hatte, sowie natürlich einen Wikiartikel zu Sherrinhfjord der die Kurmark nun als erstes Land "komplettiert" hat. Zum Weltgeschehen gehört natürlich auch Stimmung - In Sherrinhfjord insbesondere genau die Härte und Konsequenz, die Sam dazu veranlasst haben eine Triggerwarnung zu vermissen. Ich habe dich was das angeht als großen Fürsprecher erlebt, und finde das für ein Hochsicherheitsgefängnis wie Sherrinhfjord genau richtig. Einmal mehr habe ich dadurch den Konflikt zwischen Chaos und Ordnung schätzen gelernt. Grade weil auch mal die Seite der Ordnung moralisch "böse"/verwerflich handelt. Das fand ich schön Grimdark, und es lässt mich erahnen wie es im Solaner Orden Neu-Corethon damals ausgesehen haben mag.
An Lucas, unsere Verfassung: Danke für Struktur zum richtigen Zeitpunkt. Als am Sonntag Nachmittag bei mir Gedanklich alle Kapazitäten auf AUSBRUCH, AUSBRUCH standen, bist du im Spielleiter-Logikmodus geblieben und hast mir im richtigen Moment die richtigen Fragen gestellt. Das hat mich im ersten Moment frustriert und verunsichert, im zweiten Moment aber geerdet und schließlich Hektik rausgenommen, die an anderen kritischen Plotpunkten sicher nochmal hätte schwere Folgen haben können. Das war genau richtig, und hat mich beim Ausbruch nochmal richtig mitfiebern lassen.
An René, unsere Atmosphäre: Danke für Spotlight - Du hast es in wenigen Emotes geschafft, mir ein großes Maß von Aufmerksamkeit zu vermitteln. Von der Waschstube bis in die Wachstube durfte ich mich am Sonntag wie ein Protagonist in einem verdammt coolen Fantasyfilm fühlen. Jeder Schritt war in meinem Empfinden bis zur Oberkante mit Bedeutsamkeit gefüllt. Zurück auf Neu-Corethon durften wir dann alle einen solchen Moment erleben: Wie vor einem Jahr angekündigt war der schwarze Alchemist Zahar zurückgekehrt, um Neu-Corethon ins Winterliche Chaos zu stürzen. Als Verantwortlicher für den Hauptplot sicher auch ein Stück Kontinuität der Spielwelt, das wir dir zu verdanken haben.
An Christian, unser Geschick: Danke für ein "Möge die Straße" zur genau richtigen Zeit. So hat die Kavallerie mein Gemüt angesichts des doch recht herausfordernden Kampfs nicht nur mit Blick auf die Kampfkraft sondern auch die Moral erhöht. Das war natürlich nur ein Beispiel von vielen, in denen du die Schwere des Settings etwas humorvoll erweitert hast. Auch mein erster Küchendienst bei den Darmstopfern hat mir unter deiner Fittiche sehr gefallen. Grade weil ich nicht gleich von Wachen für mein loses Mundwerk grün und blau geprügelt wurde.
Kommen wir nach diesem ersten Lob nun zu meinen Kritikpunkten:
1. Ankündigung von "Kernzeiten"
Neben der sinnvollen Ergänzung um den Donnerstag als Vorbereitungs und Charakterbautag hätte ich mir klarer abgegrenzte Startzeiten für die einzelnen RP-Tage gewünscht. Insbesondere am Samstag konnte ich am Tagesablauf Mittags nicht teilnehmen, weil mir nicht genau klar war, wann wir weiterspielen wollten. Wäre das anders gewesen, hätte ich meine Besorgungen an dem Tag in Ruhe früher erledigen können und wäre dann wahrscheinlich von Anfang an mit dabei gewesen.
2. Logik innerhalb der Spielwelt.
Eigentlich eine Kleinigkeit, die mich dann aber doch (völlig zu Recht!) ins Schwitzen gebracht hat, und so wohl nicht hätte passieren sollen/die Spielweltlogik gebogen hat.
Folgende Situation:
Mein zweiter Charakter Samuel Darkwood konnte sich durch intime Bekanntschaften mit den Wachen an den Namen einer Wache erinnern. Das war auch bitter nötig, denn die Wache vor der Wärterunterkunft hat Name und Rang von Wachen abgefragt, bevor sie diese hat passieren lassen. Der Rang den mir SL A an diesem Punkt ausgespielt hatte, war "Soldat" Samuel nennt also die ihm bekannte Identität und den Rang "Soldat" und wird eingelassen. Später kommt es beim Ausbruchsversuch zum Gespräch mit einer Wache die Posten steht, und im Gesprächsverlauf wird abermals der Rang von Samuels "Tarnidentität" abgefragt. Wieder nennt er den Rang "Soldat". Wird dafür nun allerdings harsch zurechtgewiesen und mit Meldung beim Inquisitor bedroht. Nach Rücksprache mit der diese Szene ausspielenden SL B weiß ich, das die richtige Antwort natürlich "Ordensritter" gelautet hätte. Was bei einer Solaner Ordensfeste natürlich naheliegender ist als "Soldat". Ich gestehe gerne ein, in der Szene einen Tunnelblick gehabt zu haben, denke aber das dieser sich weniger drastisch ausgewirkt hätte, wenn die Kommunikation innerhalb der SL an diesem Punkt besser funktioniert hätte.
3. Mary Sue - Oder: Was ist Erfolg für mich?
Im Verlauf des Ausbruchplots hat sich mein Charakter Samuel Darkwood die Rüstung einer Wache angeeignet, und ist bis in die Wachstube der Solaner Ordensritter vorgedrungen. Alles das Ergebnis von einigen echt waghalsigen Aktionen, bei denen unter anderem eine entkleidete Wache in Seifenlauge aufgelöst wurde. So weit so episch - Es kommt der Moment in dem Samuel verkleidet als Wache in die Wachstube eindringt, sich den Wanst vollschlägt und anschließend in der Waffen und Ausrüstungskammer gütlich tun kann (Nachdem er beim ersten Verlassen nochmal dankenswerter Weise von der SL darauf hingewiesen wird, das sich diese (und die dringend gesuchte Blaue Doppelfaust) dort befinden.).
Die ausspielende SL ist erneut großzügig und gesteht mir spontan einen Wert von 50 Prozent in Schließtechnik zu. Ich werde kurz stutzig, freue mich dann aber über das Wohlwollen der SL, und schiebe es auf die spontane Übernahme meines neuen Charakters mit den alten Werten von Luis Lumpen. Samuel macht sich also daran, den ersten "Sperrschrank" zu knacken - und versagt. Ich ärgere mich, bis der Blick nach Links geht, und ich sogleich mein Glück im zweiten Panzerschrank versuche. Diesmal klappts. Ich freue mich, bin dann jedoch verunsichert weil cih mitbekomme wie die Kisten aus dem rechten Panzerschrank geöffnet werden, und etwas in den linken Panzerschrank gelegt wird. Samuel findet eine Schusswaffe samt Munition - und die sagenumwobene blaue Doppelfaust, den Edelstein der sich so sehnlichst von Lotte Brandhorst gewünscht wurde. Das ist der Zeitpunkt an dem Samuel wohl seinen vorerst größten Erfolg, ich aber auch einen großen Zweifel erlebt habe.
War das jetzt wirklich "mein Erfolg"? Oder war es schlicht wichtig das irgendwer erfolgreich ist, damit der Plot vorankommt? Was hat die SL mir sonst noch alles "Dummes" durchgehen lassen, damit es zu dem Erfolg kommt? Diese und ähnliche Gedanken haben dem Erfolgserlebnis für diesen "Plotstrang" doch merklich geschadet. Ich hab lange darüber nachgedacht und kann für mich persönlich sagen, das ich bei dummen Ideen lieber einmal mehr abgestraft werde, als das ich im Nachhinein mitbekomme das da etwas zu meinen Gunsten zurechtgebogen wurde damit der Plot "funktioniert."
Ich bin mir des verheerenden Potenzials dieser Aussage durchaus bewusst, hoffe aber auf Rücksicht, Verständnis und notfalls auch Gnade von Seiten der Spielleitung und hoffe das mein Punkt klar geworden ist ohne das er mir zukünftig mit Blick auf den Schwierigkeitsgrad zum Verhängnis wird. Ich genieße, wie wohl die meisten Spieler*innen rollenspielerisches Spotlight und den damit einhergehenden Aufmerksamkeitsfokus der Spielleitung. Ich will mir diesen aber realistisch "verdient" oder zumindestens konsequent erarbeitet haben. Natürlich freue ich mich auch darüber wenn die Spielleitung mal ein Auge zudrückt, aber im Beispiel waren die Ausmaße vielleicht einfach so groß, das sie mich desillusioniert/mit den oben genannten Fragen konfrontiert haben, und das hat meinen Spielspaß gemindert.
Nach meinen drei Kritikpunkten folgt nun abschließend nochmal ein großes Lob - Diesmal jedoch für die Community! Lieben Dank an euch, die ihr mit mir zusammen aus dem Solaner-Knast entkommen seid! Insbesondere Dollar und Sam haben sich dieses Jahr meiner Meinung nach bei der Organisation im Teamspeak hervorgetan, und auch das von uns gepflegte Google-Doc hat die Planung (hoffentlich auch für die SL erleichtert) Alles in allem gebe ich Sherrinhfjord 8/10 Punkten auf der Gryphskala - Gerne wieder!
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Hallo! Wohl zu spät aber doch, möchte ich auch kurz noch Feedback zu Seelen von Sherrinhfjord geben.
Ich muss sagen, mir hat das Event insgesamt wirklich einen riesigen, Heidenspaß gemacht, womit ich selber (aufgrund momentaner psychischen Belastungen) fast gar nicht mehr gerechnet hätte. Die Ankündigung, dass wir doch wieder ein komplett eigenes Setting, das in diversen Plotsträngen ja schon mehrmals erwähnt wurde und damit für mich historische Bedeutung hat, fand ich wirklich wirklich toll. Ich habe es total genossen, so einen kranken, manipulativen Hurensohn wie Hans Hackmesser zu spielen, vor allem dass es mir und Sam erlaubt wurde, eine loretechnisch sehr sehr schwierige und potenziell Konsistenz zerstörende Gruppierung zu spielen, fand ich wirklich cool! Zu meinem Charakterkonzept hat das jetzt zwar nicht ganz gepasst zu dem, was ich mir vorgestellt hatte, aber ich konnte das problemlos anpassen und trotzdem Spaß beim Ausspielen haben. Vor allem, wie schon angesprochen, dieses geile Grimdark-Setting, wo (fast) alle auch wirklich fürchterliche Verbrecher waren, genauso fürchterlich wie die Inquisition und Solaner Ordensritter mit eben jenem Geschmeiß, Gesocks und Drecksgesindel umgeht (Verdient?). Aufs Maul zu bekommen wenn man frech ist, willkürliche Folterungen ausgesetzt zu werden, und dann zum Schluss noch der Nervenkitzel, wen der Würfel beim Erschießungskommando trifft. Mwwaaah <3 Gewalt, Grausamkeit, Gore und NERVENKITZEL sind für mich im Rollenspiel immer ein großes Plus!!! Grade wie wir alle im TS gezittert haben und so kurz vor dem Aufbruch nicht random draufgehen wollten, einfach herrlich.
Gerade, wenn ich bedenke, in welcher kurzer Zeit und mit ordentlich Crunch dieses Event ausgearbeitet wurde, ist es wirklich wahnsinnig toll geworden. Da könnt ihr euch wirklich auf die Schulter klopfen, liebe SL! Ich möchte auch noch einmal betonen, dass es mir persönlich wirklich auch viel, viel mehr Spaß macht, wenn man in solchen Events mal eigene, komplett andere Charaktere spielen darf, und sich rollenspieltechnisch einfach austoben. Ich kann davon gar nicht genug kriegen, ich hoffe, dass meine geschätzten Mitspieler auch so denken. Auch diese schnelle Charaktererstellung fand ich wirklich sehr gut, schnell ausgewürfelt, aber noch mit Möglichkeiten das anzupassen: Ich fand das auch eine gute Gelegenheit, um neue Spieler in solche Events bzw. auf den Server Schnuppern zu lassen, weil das große Charakterbogen bauen & Hintergrundgeschichte ausarbeiten schnell erledigt ist, man kann gleich losstarten. Ob solche Events grundsätzlich dafür geeignet sind, kann man drüber streiten, aber meiner Meinung nach kriegt man da gleich ein sehr gutes Gespür für den Server und wie alles abläuft. Vor allem ein guter Gedankenanstoß, vielleicht auch so eine ähnlich schnelle Charaktererstellung für Neulinge auszuarbeiten, evtl. in Begleitung eines Mentors? (Der Gedanke kam nach einer frühmorgendlichen Unterhaltung im TS mit Annina und Janny, props gehen nicht nur an mich!)
Einziger "Kritikpunkt" von mir: Da wurden wir Spieler natürlich ordentlich Gezwinkel Zwonkelt am Anfang, im Glauben, wir würden nur unsere eigenen Charaktere spielen und den Winter in der Höhle beenden. Ich verstehe und enjoye die gute Überlegung natürlich sehr, dass wir im Endeffekt gegen die entkommen Charaktere kämpfen (Schade, das ich so lange nicht wach geblieben bin, ich bereue es wirklich), weil es natürlich ein cooler Twist war. Er hätte wohl auch nicht so ganz geklappt, wenn das schon früher angekündigt worden wäre. Abba ich würde es doch präferieren, wenn das schon von Anfang an angekündigt wird, dass es wieder ein externes Setting mit anderen Charakteren wird. Dann hätte man mehr Zeit, um über einen Schwerverbrecher zu sinnieren den man spielen möchte: Wirds ein Raubräuber, einen schlimmen Steuerbetrüger? Ein Massenmörder, oder ein notorischer 3-Hühner-in-eine-Reihe Steller? Hans Hackmesser, Bertram Bumserich, oder auch Karsten Kasalla? Und um auf den Punkt oben anzusprechen - eine tolle Gelegenheit, zu versuchen, mehr Spieler zum Event zu locken, gerade weil ich das Gefühl hatte, dass schon ein wenig Enttäuschung über eher niedrigere Spielerzahlen waren. Da bräuchte man natürlich etwas Vorlaufzeit. Trotzdem hat es auch so sehr gut geklappt!
Abschließend mein Lieblings RP-Moment: Ansturm auf den Inquisitor, ein Schuss der Lotte Brandhorst ein zweites A-Loch in der Brust verpasste, gerächt mit einem Scheißeeimer über seinen Kopf. Grandios!
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Eigenartige Esoteriktante
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Erst einmal möchte ich mich das schöne Event bedanken! Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht und es waren spannende drei Tage! Man hat gemerkt, wie gut die SL das Ganze geplant hatte. Darum vorweg mein Dank an Spielleitung und Spielerschaft die gleichermaßen für ein so schönes Event gesorgt haben. Zunächst möchte ich einige besonders positive Punkte herausstellen, um im Anschluss ein paar Verbesserungsvorschläge zu machen.
Organisation
Die Organisation des Events hat mir gut gefallen, alles hatte einen klaren Ablauf und man wusste auch schnell welcher Spielleiter für was zuständig war. Besonders gut fand ich, dass die Charaktere gemeinsam auf Donnerstag erstellt worden sind, damit man am Freitag gleich in das Event starten kann. Es gibt nichts nervigeres, als wenn sich das Event auf das sich alle freuen dann nach hinten verschiebt, weil einzelne Spieler noch ihren Charakterbogen erstellen müssen.
Atmosphäre
Das Gefängnissetting wurde als meiner Sicht sehr atmosphärisch umgesetzt. Es gab einen rauen Ton und es wurde schnell deutlich, was die Wärter von uns Gefangenen halten. Dadurch war das Setting aber deutlich düstererer, als unser gewöhnliches Setting auf Neu-Corethon. Mich hat das Ganze nicht gestört und es war eine willkommene Abwechslung. Auch die Willkür der Wachen und des Inquisitors haben dazu beitragen, sich diesen wirklich ausgeliefert zu fühlen.
Offene Lösungsansätze
Ebenfalls möchte ich positiv herausstellen, wie viele potentielle Möglichkeiten es gab die Flucht zu gestalten. Man hatte ganz klar das Gefühl das die Spielerschaft frei an einem Ausbruchsplan arbeiten kann. Die möglichen Ansätze zur Flucht waren vielseitig und unterschiedlichste Wege hätten verfolgt werden können. Kritisch muss ich an dieser Stelle einmal anmerken, dass ich es etwas ungünstig fand das die Winde des Tores nicht schon vorher in Minecraft gebaut wurde. Das gleiche gilt für die Aufgänge für die Wachen. Es wäre an der Stelle schön gewesen, diese auch frühzeitig erkennen zu können. Gerade als der Plan mehr und mehr ausgearbeitet wurde. Wenngleich man an der Stelle auch sehen muss, wie groß die Map war auf der das Geschehen gespielt hat. Ich denke es war schon so ein riesiger Aufwand das Ganze umzusetzen.
Zusammenarbeit
Auch fand ich die Zusammenarbeit innerhalb der Spielerschaft sehr positiv. Aus meiner Sicht wurde versucht jeden mit in den Plot einzubeziehen und jeder konnte Ideen und Vorschläge mit einbringen. Aus meiner Sicht war dieser gemeinsame Austausch immer sehr wertvoll und ich möchte mich bei allen bedanken, dass es so gut geklappt hat. Jeder kam zu Wort und der Plot wurde nicht von Einzelnen "an sich gerissen".
Aufteilung im Teamspeak
Grundsätzlich finde ich es gut, wenn man während so eines Events mit allen Spielern im gleichen Channel ist. Für Aktivitäten wie Waschen, Frühstück oder Appell war das auch eine super Sache. Wobei ich sagen muss, dass es gerade während der Dienste oder während des Freigangs ein ziemliches Durcheinander gab. Aus meiner Sicht wäre es sinnvoller gewesen, sich während dieser Zeit auch etwas aufzuteilen.
Abschließend kann ich mich nur erneut für das schöne Event bedanken. Ich bin schon gespannt, auf welche Art und Weise der Winter das nächste mal auf unsere schöne Insel kommt.
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Liebe Teilnehmer,
vielen Dank für euer buntes Bouquet aus allerlei Vielfalt an Vorschlägen und Hinweisen für uns.
Wir haben alles insgesamt konstruktiv aufgenommen und unsere Rückschlüsse daraus gezogen.
Wie diese ausfallen werden, seht ihr beim nächsten großen Event im Athalon Minecraft-Projekt. Seid dabei und erlebt es einfach direkt mit!
"Nicer Cock, Schussi" - Christian, 06.12.2019
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