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Kriegslager (Runde 15)

#1
Brick 
Prolog

Tief in den wilden Wäldern, in die noch nie ein Mensch einen Fuß gesetzt hat, liegt das Heimatdorf eines Goblinclans. Dort steht, erhöht auf einer grob gezimmerten Holzempore, der große Häuptling namens “Sag das nochmal” vor einem knienden Haufen junger Goblins.
“Ihr habt euch hingekniet als Krabbler, nun steht auf als Goblins!” hallt sein lautes Brüllen durch das Dorf, begleitet von vorsichtigem Jubel. Nur wenige ausgewachsene Goblins wohnten der Zeremonie bei, den meisten geht es mehr oder minder am Arsch vorbei. Sie laufen an der Ansammlung vorbei und gehen ihren Aufgaben nach oder prügeln sich um irgendetwas.

Der Häuptling fährt fort “Ihr seid nun ausgewachsen...naja die meisten. Egal. Nun seid ihr Goblins des stolzen Clans Huul'daac Shogaan! Und deswegen werden nun die meisten von euch in eines unserer Kriegslager geschickt um zu beweisen was ihr wert seid! Nun los, Krieger des Clans, macht euch auf und Maglubiyet stolz daß wir seine auserwählte Rasse sind! Nun weg mich euch!”

Die meisten verbeugen sich, als er sie wegschickt, dann sammeln sie ihre wenigen Habseeligkeiten, die sie in ihrer Kindheit erbeuten, klauen oder anfertigen konnten, und marschieren mehr oder weniger motiviert zum Fluß. Dort werden sie recht willkürlich in Gruppen eingeteilt und zum Teil durch den Wald weggeführt, zum Teil mit Booten zu ihrem Kriegslager gebracht.
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#2
Runde 0

Fünf der jungen Goblins befinden sich auf zwei Flußbooten wieder. Zum Teil kennen Sie sich schon, zum Teil nicht. Einige gerieten vielleicht schonmal aneinander beim Versuch gute Ausrüstung zu organsieren, was nichts anderes als Stehlen heißt. Nun sitzen sie aber alle im wahrsten Sinne im gleichen Boot, und von ihnen wird erwartet an einem Strang zu ziehen.


Gold, der gelbe Goblin mit seiner seltsamen Brille und einer Spitzhacke. Aufgrund seiner Größe musste er schon jung beim Steineklopfen helfen. Er ist körperlich der größte von euch, ein zäher und gesunder Bursche.

Merkmale erhalten:
gesund (+2 HP)
groß 1 (kann nur Rüstung von mindestens Zwergengröße tragen, +2 HP)
zäh (+1 DEF)



Kriecht, ein kleiner mutiger Kerl, der zwar bisher in Kämpfen oft unterlag, es aber dennoch schaffte einiges an Land zu ziehen. Ettliche Narben zeugen davon, daß er oft zu agressiv kämpft und darüber seine Deckung vernachlässigt. Seine rote Farbe spiegelt seinen Kampfgeist wieder.

Merkmale erhalten:
agressiv (+2 ATK, -1 DEF)
mutig(+1 ATK)
vernarbt (+1 DEF)



Spuckt, den man schon jung gezwungen hatte beim Kochen zu helfen. Dort war er der mit Abstand jüngste Goblin und musste sich eine gewisse Brutalität und Zähigkeit aneignen um nicht ständig herumgeschubst zu werden. Vielleicht half es auch daß er gut darin war andere zu verarzten. Wer kloppt schon gern den Heiler?
Seine rotzbraune Farbe erinnert an den Eintopf, den er so gerne kocht.

Merkmale erhalten:
brutal (+1 ATK)
zäh (+1 DEF)
Fähigkeit erhalten:
Erste Hilfe 1 (Stoppt Blutungen beim ersten Versuch)



Tritzi, das einzige Goblinmädel in eurer Runde. Gerüchten zufolge hat sie es einmal mutig gewagt, einen gestandenen Krieger brutal in die Weichteile zu treten, als der ihr die Stiefel abnehmen wollte, die sie von einer auf dem Weg in die Küche befindlichen Zwergenleiche abgenommen hatte. Danach gab es zwar ordentlich dresche, aber irgendwie hat das zähe aber auch brutale Mädel es geschafft die Stiefel zu behalten. Mit ihrer türkisgrünen Farbe ist sie im Wald ziemlich gut getarnt.

Merkmale erhalten:
brutal (+1 ATK)
mutig(+1 ATK)
zäh (+1 DEF)
Fähigkeit erhalten:
Späher (etwas schneller, grobes Spurenlesen)



Zuviel schaut oft drein wie die alten verstümmelten Goblins, die von ihren Tagen als Krieger erzählen. Oder würde es, wenn er die Augen aufhätte. Die kneift er meistens zu. Und dann ist da noch dieses seltsame Knochending auf seinem Kopf. Ihr fragt euch alle was mit ihm passiert ist, das ihn so jung schon so hat werden lassen. Ihr wisst aber daß er euch zumindest als Heiler nützlich sein kann. Seine regengraue Farbe passt zur trübseeligen Stimmung, in der er sich meistens befindet.

Merkmale erhalten:
gesund (+2 HP)
zäh (+1 DEF)
Fähigkeit erhalten:
Erste Hilfe 1 (Stoppt Blutungen beim ersten Versuch)



Nach einer mehrtägigen Reise entlang des Flusses, an dem ihr an mehreren Mündungen anderer Flüsse und Bäche vorbeigekommen seid, lichtet sich der Wald an den Ufern zu beiden Seiten langsam und die Flußströmung trägt euch in einen großen See.
Die Boote werden von den älteren Goblins zu einem kleinen hölzernen Anleger am Westufer gerudert, von dem ihr euch fragt ob er euer Gewicht tragen wird.

Dahinter seht ihr einige größere Bäume, dazwischen viel Buschwerk, zwischen dem und über das einige Hütten und Schuppen zu sehen sind. Ein Späher hat euch bereits entdeckt und verschwindet eilig in Richtung der Hütten.
Auf dem See seht ihr zwei kleine Fischerboote. Als sie euch entdecken, packen auch sie zusammen und folgen euch neugierig zum Anleger.
Während ihr euch nähert versammeln sich immer mehr Goblins neugierig am Ufer und gaffen euch an. Die Menge wirkt bis auf wenige Ausnahmen wie ein trauriger Haufen.

Als die Boote endlich festgemacht sind treten zwei Goblins aus der Menge hervor. Flankiert werden sie von zwei der besser ausgerüsteten Kriegern.
Kaum habt ihr alle den Anleger verlassen, ruft der größere der Zwei laut:
“Ich bin Häuptling Stirbt-langsam! Das hier-” er zeigt auf den zweiten, kleineren Goblin, “- ist unsere Schamanin Bohrt-Finger-in-Wunden. Willkommen in unserem schäbigen kleinen – Äh – ich meine großartigen Kriegslager!. Wasauchimmer. Nun seid ihr hier. Ihr seid bestimmt müde von der langen Reise. Schnappt euch einen freien Strohsack, legt euer Zeug ab, und dann kommt an's Feuer.” Die Menge wirkt unruhig und unzufrieden, aber er beschwichtigt sie mit einer fahrigen Handgeste. “Heute machen wir uns bekannt, aber morgen werdet ihr so fest anpacken wie der Rest von uns, sonst reiß ich euch die Köpfe ab!” Diesmal hört ihr zustimmende Rufe.
Für den Bruchteil eines Augenblicks wirkt er sehr erschöpft, doch dann ist es wieder verschwunden, und er schaut die Schamanin an. Sie lächelt nur ruhig und nickt, woraufhin er sich umdreht und geht. Für die meisten ist das das Stichwort wieder an die Arbeit zurückzukehren. Die Restlichen bekommen Backpfeifen bis auch sie es begreifen.
Allein mit der Schamanin, spricht sie leise zu euch. Aus ihrer Stimme könnt ihr ein fortgeschrittenes Alter heraushöhren, doch ihr Gesicht ist vor lauter Zierrat und Bemalung kaum zu erkennen. “Willkommen!” krächzt sie. “Hier sind alle schlecht drauf müsst ihr verstehen. Der letzt Angriff hat uns viel gekostet, und wir haben mehr Verstärkung erhofft als fünf – sie musstert den großen Gold – naja vier die fast noch Krabbler sind. Viele sind tot, vieles ist abgebrannt, und wir sind kaum genug um uns gleichzeitig mit Nahrung zu versorgung und die Umgebung im Auge zu behalten. Aber ihr werdet am Feuer sicher noch genug Geschichten höhren. Macht euch auf keinen Fall darüber lustig!” sagt sie in einem warnenden, ernsten Ton. “Nun kommt mit!” Sie zeigt euch einige freie Hütten, die teils beschädigt oder noch voller Blutspuren sind.

(OOC: In eine Hütte passen zwei. Ihr könnt euch entweder untereinander oder unter den schon ansässigen Goblins jemand suchen, mit dem ihr eine Hütte teilen wollt, oder alleine in eine gehen. Bitte postet eure Züge in "Gekloppe (Diskussionen)". Ich fasse sie dann immer für die nächste Runde hier zusammen.

Viel Spaß!)
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#3
Runde 1

Während die meisten der jungen Goblins sich erstmal umsehen, hängt Trizi sich kurzerhand an die Schamanin.
Sie ist beeindruckt von der Frau, soviel Zierrat, soviel Farbe. Und eine freundliche Stimme. Als die alte Frau ihnen gute Ratschläge gegeben und einige leere Hütten gezeigt hat, versucht sie vorsichtig an deren Kleidung zu zupfen und  fragt, mit einer abfälligen Handbewegung auf die Hütten deutend, gerade heraus:
“Das hier ist aber kein guter Platz für eine heraneifende Kriegerin. Kann ich nicht mit dir in deiner Hütte schlafen?”
Die Schamanin lacht, dann schaut sie Trizi kühler als zuvor. "Kein guter Platz? Kriegerin? Eben noch ein Krabbler und nun schon vom großen Ruhm träumen, oder was? Was haste denn erwartet? Ne steinerne Festung?" Sie lacht über ihren eigenen Witz. "In meiner Hütte schlaf ich allein wenn keine Verletzten da sind. Für die sind die freien Betten. Sei also froh wenn du nie in meiner Hütte schlafen musst!". Damit scheucht sie Trizi erstmal davon und verschwindet in ihrer Hütte, die eine der wenigen mit einer Tür ist.
Etwas beleidigt schaut Tritzi hinter der Schamanin her. Der Tand, den sie trägt, ist doch nicht so cool wie sie vorhin meinte - und wer braucht schon Farben, wenn er so eine tolle Hautfarbe hat wie sie. Sie packt ‘Messerschwert’ fester, schaut sich die Hütten an, ohne eine zu wählen. Eine für sich alleine wie Kriecht sie hat oder haben will wäre zwar schön, aber die muss man dann auch verteidigen. Und das kostet Kraft.  Nur, mit wem teilen, mit dem unappetitlichen Koch, der seinen Topf mit einem Schleimpfropfen flickt? Etwas Spucke in den Topf, damit draus das allerbeste Chicha wird ist das eine, aber… dann doch lieber nach fetten Maden graben. Sie beobachtet das Geschehen und überlegt wo und mit wem sie zusammenziehen soll.

Zuviel indess schaute sich erstmal um, beziehungsweise hörte sich um, denn seine Augen ließ er möglichst geschlossen. Nach den Ansprachen taumelt er davon. Geschichten am Feuer, die hätte er zu erzählen, doch wieder einmal würden sie niemand verstehen. Niemand versteht die Geschichten von Zuviel. Wenn sie doch nur einmal wirklich zuhören würden, statt blind zu sein. Selbst blind durch die düsteren Gedanken, taumelt er nun mitsamt Knochenpömpel in das nächstliegende Gebäude - nicht einmal darauf achtend, ob es überhaupt eine der gezeigten Wohnhütten war. Es könnte jede x-beliebige Bauwerk sein, denn die Augen bleiben fest verschlossen.
Noch während er ein leises, kehliges Knurren näher schleichen hört, brüllt es hinter ihm "Sag mal bist du völlig bescheuert!?". Ein starker Griff packt ihn am Nacken und schleudert ihn mehrere Schritt zurück. Knapp vor sich hört er wie etwas mit viel Kraft ins Leere schnappt und einige Tropfen Feuchtigkeit klatschen in sein Gesicht. Er höhrt einen Schlag, dann ein jaulendes Winseln, das sich etwas entfernt. "Willste schon an deinem ersten Tag im Lager verrecken!?" brüllt ihn jemand von rechts an und packt ihn am Arm!
"Wie soll etwas verrecken, was nie wirklich leben durfte? Wenn das gleichgültige Schicksal meinen Tod in dieser Behausung geplant hätte, dann würde ich es über mich ergehen lassen müssen. Kein Lebewesen, auch kein Goblin, könnten jemals das Schicksal überlisten, denn es gibt nichts zu überlisten. Das Schicksal ist grausam, schonungslos und apathisch bedeutungslos. Es scherrt sich nicht um meinetwillen, euretwillen oder gar eurer Bestie wegen - es lässt geschehen, wie es bereits vor Äonen vor der Entstehung unserer Welt hat geschehen lassen. Hätte mich euer ... euer Hund, euer Untier nun endlich von meinem Elend befreit, so wäre nur der Umstand hinzugekommen, dass meine Seele wohl unlängst verloren gegangen wäre. Denn selbst jeder Krabbler weiß, dass wenn ein Hund oder gar ein Pferd den Tod eines Goblins verursacht, seine Seele in ihre Zähne oder Hufe gezogen werden und sie den Rest der Ewigkeit dafür verdammt sind, andere Goblins zu beißen oder zu zertrampeln. Was für ein Himmelsfahrtkommando ... man stelle sich vor, eure Bestie würde eines Tages herausbrechen und dieses elendige Lager bis in seine Bestandteile zerlegen. Die Vorstellung, mit allen diesen Seelen vereint zu sein ... oh ... mein jämmerlich instabiler Verstand vermag sich dieses Grauen kaum auszumalen. Wie es wohl wäre, wenn sich alle diese Goblinseelen vereinen? Bitte, lasst mich rasten, ich muss mich sammeln."
"Verrückter!" hörte er nur, gefolgt von sich entfernenden Schritten. Dann spricht derjenige wohl mit Trizi. “Seid vorsichtig mit dem! Wundert euch nicht, dass er noch lebt, so wie er … eh.. Ist. Augen zu und so. Mächtige Geister beschützen ihn und reißen jeden in Stücke, der ihn anfasst. Ich fürchte fast, er ist von einem Geist besessen, denn kein gesunder Goblin würde so reden wie er.. eh? “
"So, so. Na dann schleppste ihn am besten mal zu Bohrt damit sie ihm den Geist austreibt." brummt der Goblin, der sich wohl um die Reitwölfe des Kriegscamps kümmert, zwinkert ihr zu und widmet sich dann wieder seiner Arbeit.
Eine Weile bleibt Zuviel so im Gras sitzen, dann rafft er sich auf und taumelt blind in die nächste Behausung, die diesmal eine leerstehende Hütte war.
Trizi folgt ihm und gibt ihm einen leichten , fast schon sanften Stoß mit ihrem etwas zu großen Stiefel, bückt sich zu ihm hinunter und flüstert.
“Ich habe grade deinen Arsch gerettet und dein Überleben gesichert, hoffe, du dankst mir das.”

Die Hütte ist eine von dreien hinter der größeren Häuptlingshütte, an einem Pfad zum See gelegen und gegenüber dem Wolfsstall. Vor der Hütte befinden sich auch einige Trockengestelle für Fisch und eine Steinplatte voller Blut- und Innereireste, wo scheinbar öfters Fische ausgenommen werden. Zumindest führt ein kleines rotes Rinnsal von dort zum See. Die Hütte ist leer bis auf etwas Laub und Unkraut und hat einen fest getretener Lehmboden. Die beiden richten sich dort ein und erwarten das Abendessen.

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Nachdem der Häuptling seine Ansprache beendet hat läuft Kriecht direkt los um sich eine eigene Hütte zu suchen, ihm ist vollkommen egal wie sie aussieht solange er alleine ist. Schon kurz hinter dem Feuer findet er eine Hütte die leer ist. Seinen Strohsack richtet er so aus das er zum Eingang blicken kann.
Währenddessen versucht Spuckt das Loch in seinem Topf durch einen Schleimpropfen zu flicken, was nicht besonders gut funktioniert. Einen Rest Schlammwasser hat er noch in seinem Topf, als er nahe der Kochstelle in eine Hütte tritt. Dort wird er mit einem Knurren begrüßt.
"Jaja, mir knurrt auch der Magen, das Essen ist schon in der Mache, schau!" sagt er und präsentiert Kriecht stolz die klägliche Pfütze in seinem Topf.
Was war das den für ein Idiot? Denkt sich Kriecht. Hat dieser Drecksack ernsthaft einfach seine Hütte betreten?
"Ey du, verpiss dich" sagt Kriecht zu Spuckt, als der die Hütte betritt und fletscht die Zähne.
Der andere mag zwar etwas größer sein aber Kriecht glaubt fest daran in einem Kampf ihn übertrumpfen zu können. Alles solange er seine Hütte für sich hat. Doch Spuckt bleibt die Ruhe selbst und fängt an mit seinem Beil in der Brühe, wie er es nennt, zu rühren. Oder war es ein genialer Plan Dominanz zu zeigen, wie ihn nur ein Goblin schmieden kann?
"Das Zelt ist groß genug für uns beide, wa? Sag mir doch erstmal, wie du heißt, bevor du hier Bekanntschaft mit meinem Messer machen willst, ich bin Spuckt-in-Topf, du?" bietet er seinem Noch-nicht-Mitbewohner verbal die Hand.
Böse funkelt ihn Kriecht an und ruft "Ich bin Kriecht im Schlamm, und wenn du mich störst hast du einen Dolch im Hals!"
Nach einer kurzen Pause fügt er dann doch hinzu "Aber wenn du das nicht tust dann darfst du "gerne" bleiben." Wobei er das gerne sehr in die Länge zieht.

Nach diesem gegenseitigen Beschnuppern und auf die Brust-hauen beziehungsweise in den Kessel-Spuckens erkunden beide auf ihre Art das Lager. Spuckt findet zu seiner Verzückung direkt vor ihrer Hütte einen sehr viel größeren Kessel auf dem Lagerfeuer im Dorfzentrum brodeln. Zwei Goblins kochen dort wohl das Gemeinschaftsmahl für den Abend.

Kriecht dagegen durchstreift nicht nur das Lager, sondern auch das Umland. Im Norden ist das Dorf durch einen kleinen Sumpf halbwegs geschützt, im Westen und Osten grenzt es direkt an den dichten Wald an. Direkt hinter seiner Hütte entdeckt er die Spuren eines größeren Brandes, der noch nicht so lange her zu sein scheint, ausgehend von der großen Menge Asche die noch am Boden zu finden ist. Einige verkohlte Bäume und ein halbes Dutzend niedergebrannte Hüttenreste bilden dort eine kleine Lichtung. Einige Goblins sind gerade dabei eine dünne Baumstämme anzuspitzen, andere reißen gerade eine Hütte ein. Aus den Gesprächen kann er schließen daß hier wohl eine Pallisade errichtet werden soll. Auf zwei Bäumen kann er einfache, hölzerne Ausguckplattformen ausmachen, in einem anderen entdeckt er Überreste einer zerstörten. Als er einem Tumult folgend nach Osten läuft, entdeckt er einen Stall mit Wölfen und direkt hinter der Häuptlingshütte einen Lagerschuppen, in dem sich aber nicht sehr viel Ausrüstung und noch weniger Vorräte befinden.

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Gold war während der Überfahrt schwer mit dem Paddeln beschäftigt. Seine kräftigen Hübe gegen die Wellen schoben das Boot, oder eher die Nussschale auf der Wasseroberfläche Richtung Kriegslager, er fühlte sich schon fast Erfüllt von der Vorstellung bald Fuß zu setzten wo man sich vielleicht für das Gemeinwohl betätigen konnte und nicht hinterrücks ausgenommen wird. Glücklicherweise beschäftigte das Paddeln auch seine gierigen Griffel zur genüge, denn sofern er abgelöst wurde setzte er sich einsam und allein in eine dunkle Ecke des Bootes und versuchte sich daran verschiedenen Kram mit seiner Hand zu schmiegen, doch nichts befriedigte Ihn wie die sanft glänzende Oberfläche eines polierten klumpen Gold, eine Angewohnheit die Ihn schon seit er ein junger Krabbler ist plagt. Es sah schon fast deprimierend aus wie der große, stattliche Goblin mit solch einer banalen Macke einen Großteil seiner Freizeit verbrachte, zuletzt als er es nicht aushielt schnappte er sich einen Fisch und begnügte sich eine Weile mit der schuppig-glitschigen Oberfläche welche für ihn neu war, wurde aber schnell enttäuscht als der Fisch rasch ölig wurde und seine Hand ganz ranzig riechen ließ.

Als sie dann ankamen war er noch recht energiegeladen, er war bereit überall anzupacken und tat dies auch. Holzhacken, Steine Schürfen, Böden umgraben, letzteres machte ihm am meisten Spaß, doch es fehlte ihm noch etwas, die Tiefe, das krachen von Gestein und die Staubige, düstere Luft. Gold war nicht auf der Oberfläche daheim doch, als er sich umsah wurde ihm etwas wohlig ums Herz,
"So ein Clan, ist doch was schönes..."

Bei der ganzen Arbeit hat er fast vergessen seinen Strohsack für die Hütte abzuholen. Als er sich endlich beim Lager hinter der Häuptlingshütte umsah, fand er nur noch welche mit Löchern und altem Stroh das muffig roch. Er schüttelt sich kurz und macht sich bei der Hütte keine großen Hoffnungen mehr, sucht deshalb nach der bescheidensten die sich finden ließ. Er findet, abgesehen von einigen niedergebrannten Hütten im Südwesten des Lagers, direkt hinter der Schamanenhütte, eine abgelegene und bescheidene Hütte ganz im Norden, nah an einem Sumpf. Er legte seine Spitzhacke auf die Schulter und seufzte erschöpft, nicht von dem langen Tag sondern davon nun einen netten Eindruck machen zu müssen um keine Repressalien erfahren zu müssen, denn mit seiner stämmigen und schon beinahe bedrohlich wirkenden Statur "Grüß'MAGLUBIYET, ist hier noch f-frei?" er fummelte mit einer Hand am Rahmen vom Eingang der Hütte rum, während seine seltsame Brille seine winzigen Augen ganz groß & dusselig aussehen lassen. Niemand antwortet ihm. Die Hütte ist verlassen und leer. Als er schnuppert erinnert ihn der Sumpfgeruch an eine Latrine, und einige aufgeschreckte Mücken, die sich im Dunkel der Hütte verkrochen hatten, umschwirren und ärgern ihn. Es riecht auch ein wenig nach Tot und Verwesung.

Glück hatte Gold gerade nicht bisher, das kümmerte Ihn aber wenig denn er wusste schließlich, dass nur Blut Schweiß und Tränen das Pech von ihm Abwenden könne.

Er entknotete das Lederband am Hinterkopf um für einen Moment die seltsame Brille abzulegen, er rieb seine kümmerlichen Maulwurfsähnlichen Augen und schniefte kurz, dann atmete er tief ein und legte die Spitzhacke über die Schulter, mit dem Lederband in der linken, er ging spazieren um noch das letzte Sonnenlicht am Himmel zu betrachten.

Gerade die Zeit um den Sonnenuntergang rum, wo sich im Horizont der Himmel Gold färbte gefiel ihm am meisten, ein Anblick den er immer wieder aufs neue faszinierend fand.

Nach einem kleinen Spaziergang fand er sich an einem großen Brandfleck im Süden des Lager wieder, die Szenerie war in einem rötlichen Abendlicht getränkt,
der noch in der Luft liegende Gestank von Asche schlich in Gold's Nase hinein. Einige Goblins packten gerade ihre Werkzeuge zusammen und gingen zurück in das Dorfzentrum. Er wusste zwar nicht genau was hier passiert war, aber Häuptling "Stirbt-Langsam" nennt diesen Ort nicht umsonst ein Kriegslager, auch wenn er so bescheiden und heruntergekommen wirkt.

Gold band sich wieder die Brille um die Augen und schlich weiter umher bis er schließlich auf das Feuer, welches er in der Ferne erblickte, zusteuerte. Während seines Spaziergangs sang Gold ein kleines Ständchen, ein Lied was Ihm seine ältesten beim Steinekloppen untertage beigebracht haben:

"Dort ist ein Berg, is' ziemlich Hoch
Kommst nich' rauf, fliegste' vielleicht dann doch

Verlass dich nicht auf den holprigen Pfad,
Bist nicht der erste der hier wandert grad!

Jeder will Schürfen bis'de abgeschürft bist,
Ja, Kloppen wo schon gekloppt ist!

Was bringt dir das Gold, wenn'de nich' brichst durch Stein!
Nicht alles was glitzert ist Gold, Nein nein...

Selbst in den Tiefen, wo's brodelt da ist's auch Kalt
Ja, wir finden alles dort wo unsere Spitzhacke knallt..."

Er pfeift nur noch die Melodie weiter als er bemerkt dass sich zwei kleinere Artgenossen in seinem blinden Winkel über seinen Gesang amüsierten, er schien etwas schüchtern aber man merkte es dem stattlichen Goblin nicht an. Nach kurzem warten schubst der eine Goblin den anderen in Golds Richtung. Er ist ein gutes Stück älter als Gold, trägt Lederkleidung und eine Angel. Dennoch spricht er Gold fast ängstlich an, als er ihn mit seiner Spitzhacke im Halbschatten der Hütte sieht.
"Du, wir haben vorhin gesehen wo du mit dem Strohsack hin bist. Nun, ich will dir ja nicht blöd kommen, aber in der Hütte kannst du nicht bleiben...da kommen die Toten rein bis wir sie wegschaffen. Deswegen ist sie auch soweit weg vom Rest...weißte? Haste das nicht gerochen?" fragt er vorsichtig und geht einen Schritt zurück. "Es ist noch Platz an den guten Hütten ums Feuer...wenn du dich zu den Veteranen traust." dient er sich an, wie um das zuvor Gesagte wieder gut zu machen.

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Nach und nach treffen alle Goblins am großen Feuer in der Mitte ein. Kriegshäuptling Stirbt begrüßt das Lager mit einer kleinen Rede, versucht ihnen Mut zu machen, dankt für die harte Arbeit, die sie auf sich nehmen, verspricht bessere Zeiten und auch nochmal daß er allen, die die harte Arbeit nicht auf sich nehmen, den Kopf abreißen wird. Dann gibt er an Bohrt, die Schamanin, die kurz an euren großen Goblingott Maglubiyet betet und ihn um Beistand bittet, den das Lager wohl dringend nötig hat. Abschließend gibt Stirbt das Essen frei, und die zwei Köche verteilen den Alles-Eintopf an die sich gierig vor dem Topf drängelnde Horde. Ihr bemerkt daß bei all dem Hunger und Gedränge dennoch darauf geachtet wird, das kein Essen verschüttet wird. Als auch ihr eure Schalen bekommt, könnt ihr Noten von Frosch und Fisch herausschmecken, vielleicht etwas Schnecke, und jede Menge Knoblauch. Maglubiyet sei Dank, denn sonst wäre das Zeug sicher ungenießbar.

Später fängt ein dicker Goblin an zu trommeln, und einige sind tatsächlich gut genuger Laune um ein wenig vor dem Feuer zu tanzen und zu singen. Erstaunlicherweise klingt es sogar auf eine wilde Weise schön. Ettliche ziehen sich aber, sobald es ohne Kränkung möglich ist, in ihre Hütten zurück. Der Häuptling nimmt euch fünf kurz beiseite, und zählt euch die Aufgaben auf, die euch erwarten. "Nach dem Aufstehen gibt es kalte Reste, dann etwas Waffentraining mit den Veteranen. Danach gehen Alle ihren täglichen Aufgaben nach oder werden auf Missionen ausgesand. Essen gibt es erst wieder Abends. Sonst bringen wir nix zustande." Dann nennt er euch einige Aufgaben, von denen ihr euch eine gemeinsam und zusammen als Bewährungsprobe aussuchen müsst.
"Wir haben beim letzten Angriff alle erfahrenen Späher verloren. Jemand muss raus und schauen ob Abenteurer oder Viehzeugs, das Ärger macht, in der Nähe ist." als er eure Gesichter sieht, fügt er hinzu "keine Angst, wenn ihr denkt es ist zuviel, dann kommt zurück und schlagt LEISE Alarm." Das Wort leise betont er saut laut und auf eine Art, die euch Gänsehaut macht. Das war eindeutig ein unumstößlicher Befehl. "He du, schau mich an wenn ich mit dir rede!" sagt er zu Zuviel.
"Ansonsten muss das Unterholz am Waldrand weg. Da sieht man nix durch kommen! Das mit Dornen könnt ihr weiter in den Wald rein zerren, hilft gegen Angriffe, den Rest hackt ihr klein. Brauchbare Zweige kommen ans Feuer. Wenn ihr denkt ihr bekommt es hin ohne erschlagen zu werden könnt ihr auch die verkohlten Bäume ummachen. Ich erwarte daß ihr euch dabei so verausgabt, daß ihr Abends kaum noch zum Feuer laufen könnt." stellt er sicher daß dieser Auftrag nicht als 'Machen wir es uns erstmal gemütlich'-Option gesehen wird.
"Und falls ihr ganz mutige seid: Wir haben nur noch vier Reitwölfe. Unser Tiermeister sagt wir brauchen dringend neue, und jetzt wäre die Zeit wo sie Junge haben. Wenn wir es schaffen ein paar davon zu fangen und aufzuziehen, dann horchen die auf's Wort. Wir brauchen mindestens zwei, am besten ein Pärchen, und zwar leben, nur um das nochmal klarzustellen. Ja, dich mit dem Topf mein ich! Da wir sehr wenig haben währen Weibchen natürlich am besten. Dann gibts vielleicht nächstes Jahr wieder nen eigenen Wurf hier im Lager. Ha!" er schlägt sich erfreut über diese Aufsicht auf den Schenkel, so daß einige Goblins sich erschrocken zu euch umsehen. "Die Wölfe leben drüben beim großen Felsen an der Mündung. Wenn ihr ein paar gute Steine für Speerspitzen oder so findet, umso besser. Aber das ist nur Nebensache. Also, sprecht und schlaft drüber, morgen früh will ich ne Antwort! Achja - ein paar Waffen und Rüstungsteile könnten wir noch über haben." Damit entlässt er euch und zieht sich in seine Hütte zurück, was wohl auch ein allgemeines Zu-Bett-Signal ist, denn die Musik und Tänze enden, und auch der Rest zieht sich bis auf die Nachtwachen zurück.

Anmerkung:
Mir geht es nicht gut, daher hatte ich diesmal nicht die Muse alles in die gleiche Zeitform zu bringen und eure Posts alle miteinander zu verwerben. Ich hoffe nächstesmal geht es mir schon wieder besser. An ein paar Stellen habe ich Beschreibungen von euch abgeändert oder so herumgeschoben daß es insgesammt besser passt.

Charakterbögen:
https://board.athalon.de/showthread.php?tid=1092
Kriegslager:
http://nerregatt.de/pics/goblins/Kriegslager.png
Übersichtskarte:
http://nerregatt.de/pics/goblins/Karte.png
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#4
Runde 2

Der Gemeinschaftseintopf, den die Köche des Kriegslager austeilten war erstaunlich gut, da schmeckte  man sogar fast raus, was drin war. Jedoch ist Tritzi etwas abgelenkt und schenkt ihrem Essen nicht soviel Aufmerksamkeit wie sonst, weil sie sich über den Redeschwall des Häuptlings wundert. Es muss hier schon schlecht bestellt sein mit der Moral, wenn er den Leuten zureden muss wie einem sturen Zugeber. Da heitert sie die Musik gar nicht auf, lieber vorsichtig sein ist angesagt, sich im Tanz verlieren ist nicht anzuraten. Als der Häuptling ihenen dann die Aufgaben des ersten Tages vorstellt, ist sie ganz Ohr.

Trizi versucht sich die Aufgaben anhand ihrer Finger zu merken:
Daumen: Rausgehen und böse Abenteuerer und wilde, gefährliche Tiere suchen. Klein machen, wenn möglich, sonst LEISE zurückschleichen. "Leise zurückschleichen" murmelt sie. Schaut dann auf die anderen und zieht die Augenbrauen hoch. Das kann warscheinlich nur der Rote...also lieber nicht.

Zeigefinger: Holz vom Waldrand wegmachen. "Dornen, bah", sie schaut auf ihre vielgeliebten Stiefel. Das wäre wohl das Sicherste mit den Trampeln, mit denen sie zusammengesteckt wurde.

Mittlerer Finger:  Wölfe! Sie sieht sich schon auf einem reiten und ihre Augen fangen zum glänzen an. "Muss einen haben, dann kann niemand mir ans Leder...Muss einen haben" murmelte sie ganz leise vor sich hin. Aber ein weiterer Blick auf ihre Kumpane und ein mutloses, traurig-schiefes Lächeln huscht über ihre Züge.

Spuckt hat sich eilig den Topf übergestülpt, als der Häuptling sie mit seinen lauten Anweisungen erschreckt hat, dabei ging leider auch der Rest der angehenden Suppe verloren.
Auf dem Weg zu der Hütte blickt Kriecht zu seinem Hüttenkameraden Spuckt und sagt "Ich will morgen ein bisschen auf die Jagd gehen, weißt du schon was du machen willst? Ich hoffe du gehst zu den Wölfen...", begleitet von einem fiesen Grinsen.
Als Kriecht Spuckt anspricht, zieht dieser sich den Topf wieder von den Ohren und sieht sich kurz verwirrt um.
"Hmpf...Wolfsfleisch ist sicher lecker, lecker rein in den Topf, aber wir sind sicher auch lecker für die, also lieber nicht. Dornen hacken klingt auch nur anstrengend, schauen wir uns doch lieber in der Nähe um, beim Erkunden gibts sicher gute Pilze und Schleim zum Verfeinern!"
Trizi schüttelt heftig den Kopf.
"Wie stellst du dir das vor? Durch den Wald trampeln und Pilze aufscheuchen? Wenn da was Gefährliches ist, dann MUSST du LEISE sein, das traue ich nur dem Roten zu." Und deutet dabei auf Kriecht, der entgegnet "Recht hast du! Diese zwei lautstapfenden Fettsäcke würde ein Zwerg mit Haaren in den Ohren trotzdem schon von weitem hören. Zum anschleichen sind sie wirklich ungeignet. Was mit dir ist..." betrachtet Trizi  eingehend "werden wir noch sehen."
“Ich hoffe, wir müssen nicht alle zusammenbleiben, sonst ist das unser Untergang. Du kannst ja deinen Topf aufsetzen, damit du dich nicht an den Dornen kratzt - oder ihn als Stiefel benutzen, um welche zusammenzutrampeln." Nach einer kurzen Pause fährt sie unsicher fort. "Müssen wir zusammen bleiben? Wenn nicht bin ich dafür, dass Spuckt mit seinem Topf die Dornen kleinhaut, Goldie  die schweren Äste rausschleppt, Kriecht und ich sichern die Gegend außerum, damit die beiden schnell arbeiten können und Zuviel... setzen wir auf einen Baum, der kann unser Lauscher sein und uns vor Angriffen warnen. Oder so."
Kriecht scheint ebenfalls zu überlegen.
"Ich denke wir sollten trotzdem auf Erkundung gehen, die Wölfe verspeisen im besten Fall nur die Langsamen und Dummen", wobei er vielsagend zu Zuviel schaut. Trizi folgt seinem Blick. "...und vielleicht auch dich" fährt Kriecht ungalant fort. "Und aufs auf Dornen rumtrampeln habe ich keine Lust."
“Was mache ich nur mit dem” murmelt Trizi, immer noch den Blick auf Zuviel. "Auf einen Baum hieven, und dann soll er hören, ob was Gefährliches kommt? Aber dann muss ich für ihn mit arbeiten, das ist auch unfertiger Mist. Hach-hätte ich nur schon einen Wolf!"
Gold hat sich wohl in eine andere Richtung aufgemacht, und auch Zuviel verschwindet ohne sich an der Diskussion zu beteiligen in seine Hütte.

Am nächsten Morgen treffen sich die Neulinge wieder.
Gold riecht irgendwie nach Tod und hat einige Mückenstiche, doch er trällert wie gewohnt ein Liedchen über Gold. Er setzt sich zu den anderen und lauscht ihren Worten, die eine Kurzfassung des Gesprächs vom Vorabend sind.
Auf die vielen Sticheleien seiner Mitstreiter lässt Zuviel sich nicht ein, zu sehr sind seine Gedanken bereits mit seinem zurückliegenden Traum beschäftigt. Wie immer teilt er ungefragt seine Erkenntnisse mit dem Universum.
"Dunkle Gestalten kamen zu mir und flüsterten von unaussprechlichen Gräueltaten. Der Mond blutjung am Sternenhimmel, die Landschaft selbst von tiefer Schwärze erstickt. Die langen Schatten um mich herum tanzten wie im Rausch, der sich immer weiter in Ektase steigerte. Sie zerflossen schließlich vor Kraft in einer dickflüssigen Pampe, anschließend ergriffen sie mich an meinen kleinen Beinen. Sie schleiften mich in ein Loch und begruben mich bei lebendigem Leibe, ich spürte wie die Erde immer mehr gegen meine Brust drückte. Schweißgebadet erwachte ich, unsicher, welchen Wert ich der Vision schenken sollte. Der heutige Tag steht unter einem schlechten Stern, ich werde daher meine Rute lesen lassen."
Das Schicksal wird ihm diese Entscheidung abnehmen, denn es hat bereits vor langer Zeit eine Wahl für ihn getroffen. Zuviel weiß, dass er nur geschehen lassen muss, um sich von den Strömen treiben zu lassen. Wie ein altes Herbstblatt im Wind.
Während er seinen seltsamen Knochenpömpel nach einem nur ihm bekannten Ritual auszurichten beginnt, tritt Kriecht an Trizi heran und sagt zu ihr, begleitet von einem Nicken zu Spuckt und Zuviel.
"Bei der Erkundung können die beiden zurück bleiben bis sie gebraucht werden."
Nachdem sich bereits Spuckt und Kriecht klar für die Erkundung ausgesprochen hatten, und Trizi zumindest diese Aufgabe für sich als erste Wahl erkoren hatte, scheint der Pömpel sich dem Konsens der Allgemeinheit anzuschließen und zuckt mehrmals in die Richtung die Zuviel zuvor für den Kundschafterauftrag bestimmt hatte. Auch Gold scheint zufrieden, denn weder bei Wölfen noch Dornenhecken ist viel Gold zu erwarten...wobei, hieß es nicht Wolfsfelsen? An dem könnte er sicher ein wenig herumhacken. Aber nagut, er würde erstmal mit den anderen gehen, vielleicht gab es ja noch besseres Felsen oder gar Berge in der Nähe.

So traten sie mehr oder weniger einig von den Häuptling und erklärten sich für die Kundschafteraufgabe.
"Ich bin schon ein wenig überrascht. Scheint wohl keine Drückeberger zu sein. Die meisten haben sich für das Unterholzhacken entschieden. Und ganz blöd scheint ihr auch nicht zu sein, denn das mit den Wölfen ist mit eurer magere Ausrüstung eher ein Clangorfahrtskommando. Kann-gemalte-Worte-verstehen wird schauen was er an Ausrüstung für euch zusammenkratzen kann..." mit einem Nicken zu einem kleinen aber irgendwie klug aussehenden Goblin seid ihr wohl auch entlassen, denn die beiden kräftigen Wachen schieben euch aus seiner Hütte.
"Äh-ja" stammelt Worte "Äh dann kommt mal mit!" Ohne große Umschweife läuft er zur eckigen Hütte am Weg von der Häuptlingshütte zum Wolfszwinger. Sie hat als eine der wenigen Hütten eine Tür, die sich quietschend öffnet. Im dämmerigen Inneren seht ihr eine fast gähnende Leere, von einigen Lebensmitteln und einem mageren Haufen Ausrüstung mal abgesehen, die so aussieht als wäre sie entweder kaputt oder den Toten abgenommen worden.
Er beäugt euch und eure Ausrüstung der Reihe nach. Bei Gold nickt er zufrieden, der Rest von euch wird mit stark unterschiedlichen kritischen Blicken gemustert, begleitet von leisem Gemurmel das sehr viele Ähs enthält. "Gab wohl äh nicht genug Leder für äh alle oder wie, hä? Weiß nicht ob es äh mutig oder dämlich ist nur mit nem Lendenschutz äh in ein Kriegslager zu ziehen." Erst schaut er sich Spuckt an, dann drückt er ihm einen Satz zerschlissene Lederkleidung in die Hand. Einige Löcher und Blutflecken zeugen vom Schicksal des früheren Besitzers. Danach beäugt er deutlich länger Trizi, und vergißt dabei wohl kurz was er eigentlich vorhatte. Er holt einen weiteren Satz übel mitgenommener Kleidung heraus, den er knapp vor Trizis Körper hält. "Mensch, äh, Mädel! Gabs im Dorf nichts zu essen, hä?" sagt er unzufrieden, schaut kurz zum etwas kräftigeren Kriecht, und gibt die Kleidung dann ihm. Er wühlt eine Weile, dann reicht er Trizi eine sehr kleine Lederweste, die ihr aber gut passt. Eine Hose ist wohl nicht zu finden. Er zieht eine Rückentrage heraus und zieht sie zu Gold. "Falls ihr Beute äh macht oder jemand tragen müsst. Hoffen wir mal auf äh ersteres, hä?" grinst er den großen Goblin verschmitzt an. Als er Zuviel beäugt, der mal wieder die Augen geschlossen hält, weil ihm alles zuviel ist, reibt er sich nachdenklich den Kopf und wirft ihm eine Umhängetasche zu. Was wohl nicht die Klügste Idee war, denn sie prallt an Zuviel, erschreckt ihn, und fällt zu Boden. Einige nicht gerade saubere Verbände kullern heraus. "Ich glaub er äh wird sie brauchen. Um den Rest von mach ich mir äh weniger Sorgen. An Waffen haben wir leider nur noch das." Er legt vor euch einen einfachen Holzspeer und zwei schartige Messer ab. "Aber äh bringt euch deswegen nicht gegenseitig um!" sagt er belehrend mit einem erhobenen Zeigefinger. Dann lässt er euch stehen und geht, dreht sich aber nach einigen Schritt nochmal um "Achja, hätte ich äh fast vergessen: die meisten Angreifer kamen aus äh Süden. Vielleicht fangt ihr äh da an." Damit ist wohl alles gesagt und ihr seid auf eurer ersten Mission: Kundschaften.

Gold
Ausrüstung erhalten:
Rückentrage (1 großes Objekt ohne Verlangsamung tragen)


Kriecht
Ausrüstung erhalten:
1 Satz Lederkleidung (+1 DEF))


Spuckt
Ausrüstung erhalten:
1 Satz Lederkleidung (+1 DEF)


Tritzi
Ausrüstung erhalten:
1 Lederweste (+1 DEF)


Zuviel
Ausrüstung erhalten:
1 Verbandsbeutel, enthält:
5 alte Verbände (+1 HP pro Runde außerhalb eines Kampfes)


Mission:
Erkundet die Umgebung nach Abenteurern oder gefährlichen Tieren. Solltet ihr die Bedrohung als zu hoch für euch einstufen kommt zurück und schlagt leise Alarm.

Anmerkung:
(OOC: Goblins haben nur vier Finger. Streicht einfach den Ringfinger, dann passt es)
(OOC: Clangor, Domäne eures Gottes Maglubiyet, die Dimension des ewigen Kampfes)

Charakterbögen:
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Kriegslager:
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Übersichtskarte:
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#5
Runde 3

Spuckt und Kriecht schlüpfen in die ihnen ausgehändigte alte Lederrüstungen, und auch Tritzi nimmt dankbar die Lederweste an, mit einem kurzen Nicken des Kopfes und einem etwas schiefen Lächeln entgegen. "Fleisch ist nicht so meins, außer..." erwidert sie auf seinen Kommentar, dann bricht sie ab. "Aber hat auch Vorteile, klein zu sein“ grinst sie zu Worte. „Niemand erwartet Schläge von unten."

Als die Waffen auf den Boden klappern, und Worte etwas von sich nicht deswegen umbringen sagt, setzt Tritzi blitzschnell ihren Stiefel auf den Speer.
"Meiner!" sagt sie mit entschlossenem Blick, der die anderen wohl einschüchtern soll. "Goldie hat seine Fäuste, Spuckt kann mit einem Messer Essen schneiden und Kriecht kann eh keinen Speer brauchen. Also?"
"Recht hast du" sagt Kriecht und greift nach einem Messer, "Aber davon...Davon kann man nie genug haben" sagt er und betrachtet die Schneide und blickt dann in die Runde und grinst breit "Will wer das andere, sonst ist das auch meins. Jedes Messer ist ein Messer was ich in einem Körper stecken lassen kann oder werfe".
Spuckt genügt sein Beil wohl, denn als Antwort klopft er nur damit gegen seinen Topf.
Gold schaut Tritzi durchdringlich an "Goldie... nein, der Name steht schon wem anders zu, um genau zu sein meinem Steinklopp-Mentor...". Er scheint aber nicht gänzlich überrascht zu sein Goldie genannt zu werden. Stolz präsentiert er seine alte Spitzhacke, die zwar abgenutzt, aber in den Händen des kräftigen Goblins ein ernstzunehmendes Werkzeug und auch eine ordentliche Waffe war. "Nun Dornen trampeln oder Wölfe kloppen ich bin für alles zu haben... aber vielmehr würde ich gerne mal sehen was im Wald so lungert, vielleicht gibt es dort ja etwas goldig Glänzendes! Nur vielleicht..." erklärt er während er ausprobiert wie gut er sich mit der Rückentrage bewegen kann. Sie scheint ihn nicht zu behindern, lässt ihn dafür aber noch kräftiger erscheinen. Damit durch das Unterholz zu schleichen kann er wohl vergessen. Er mustert den deutlich kleineren Kriecht, über den er wohl bisher hinweg geblickt hat.
"He, sag mal du willst dich doch nicht vor der Arbeit drücken nur weil du klein bist, oder? ... also, so meine ich das nicht sondern... ich ähm, meine nur... wenn du dir die Mühe gibst kannst du auch den Dornen die Stirn bieten, oder... eben die Fußsohlen."
Damit erntet er von Kriecht einen zornigen Blick, woraufhin der große Goblin überraschenderweise etwas eingeschüchtert an seiner Rückentrage herumfummelt.
"Wie dem auch sei, nach dem Erkunden muss sich einer um die Dornen kümmern, aber allein lass ich euch nicht gehen! K-Kommt Ihr auch mit?" sagt er versöhnlich, woraufhin Kriecht erwidert
"So, wann geht es los?", der auf das anstehende Abenteur brennt.
Zuviel sinniert wohl noch immer über die Entscheidung seines Knochenpömpels, würde es aber nie wagen das Schicksal in Frage zu stellen. Sich mit geschlossenen Augen umschauend tastet er sich durch die Hütte und greift am Ende den Verbandsbeutel, dessen Inhalt er ertastet und ihn sich dann umhängt. Als designierter Motivator der Gruppe weiß er natürlich wie man die Stimmung hebt.
"Es hat doch sowieso alles keinen Zweck. Treten wir unserem Verderbnis endlich entgegen, ich werde euch folgen. Wie die Lämmer zur Schlachtbank..."
Derart motiviert strotzt Spuckt vor Tatendrang "Ah endlich entschieden, wenn wir immer so lange brauchen, dann brennt uns alles an! Keine Zeit verlieren, los, los! Ab in den Wald, ich schaue nach unten wegen Wurzeln zum Essen und ihr schaut hoch für saftige Vögelein!"
Zuviel folgt den Worten und hängt sich an Spuckt ran.
Kriecht zuckt mit den Schultern und nimmt auch noch das zweite Messer, überrascht daß es sonst keiner wollte. Dann führt er die Gruppe nach Süden.

Ihr lauft durch einen dichten Wald und müsst immer wieder dichtem Buschwerk ausweichen, zum teil dornig.
Eine Weile später stoppen Tritzi und Kriecht, die ein Stück vor den anderen drei laufen, fast gleichzeitig, als es unter Tritzis Fuß leise knackt. Sie kann gerade noch ihr Gleichgewicht auf den hinteren Fuß verlagern, als ein gutes Stück des Bodens vor ihr absackt. Einige Stöcke fallen klappernd in die Tiefe, begleitet vom Rascheln des Laubes. Als ihr euch das Loch näher anschaut, bemerkt Spuckt daß das komplette Areal zwischen den Dornenhecken rechts und links eures Weges eine große Falle zu sein scheint. Die Stelle erscheint gut geeignet, da die Dornenhecken herannahende Angreifer zwingen durch die Engstelle mit der Falle zu laufen.

Kriecht
Ausrüstung erhalten:
2 altes Messer (+1 ATK)


Tritzi
Ausrüstung erhalten:
1 einfacher Holzspeer (+1 ATK, +2 RATK bei Wurf)


Mission:
Erkundet die Umgebung nach Abenteurern oder gefährlichen Tieren. Solltet ihr die Bedrohung als zu hoch für euch einstufen kommt zurück und schlagt leise Alarm.

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#6
Runde 4

Tritzi erschrickt mächtig, als der Boden unter ihr nachgibt und schreit laut "Hochobenundganztiefunten MAGLUBIYET, eine Falle!"
Spuckt zuckt zusammen, Kriecht tritt einen Schritt zurück, leise zu Trizi fluchend "Das hätte man uns ja auch mal sagen können, wundervoller Zwergenschiss! Die anderen sollen das wieder abdecken wir suchen ein Weg um die Grube. Ich rechts und du Mädel links. Aber leise!" Er scheint wirklich keine Lust auf einen Pfeil im Kopf zu haben.
Während Kriecht schon wieder bei der Mission ist, schenkt Spuckt seine Aufmerksamkeit eher der Grube "Ha! Feine Fallgrube! Schaut rein, vielleicht ist da schon fette Beute drin fürs Abendessen."
Tritzis Herz pumpt etwas und sie sagt erstmal nichts und ist fast geneigt, Kriechts Anweisung zu folgen. Als sie Spuckts Bemerkung hört, schaut sie  genauer in die Grube.
Im Halbdunkel unter der noch größtenteils geschlossenen Abdeckung kann sie geradeso zwei Skelette erkennen. Ob Tier oder Humanoide ist aber nicht zu erkennen, da sie halb im Dreck, halb unter alter Tarnung liegen.
Für Tritzi ist das eindeutig genug. "Was da drin ist, willst du nicht mehr essen, nicht mal du Spuckt."
Mit einem gewissen Ekel schaut sie nochmal in die Grube "Außer du lutscht gerne an hohlen Knochen oder kaust auf staubigen Hautfetzen..."
Kriecht dreht sich auch zum Rest der Gruppe "Ich hoffe ihr seid nicht so unfähig wie ihr ausschaut, kommt und macht euch nützlich und deckt das Loch wieder ab!" Dann scheint er sich vor allem auf die Umgebung zu konzentrieren und gibt ein allgemein ignoriertes Signal leise zu sein.
Zuviel schaut mit einem Stirnrunzeln und Anzeichen von Verwirrung in Richtung von Kriechts Stimme. Er wendet sich an die Stelle wo er Tritzi zuletzt gehört hat und reflektiert über die Endlichkeit des Seins.
"Ihr habt hohle Knochenreste gefunden? Nun stellt es euch vor, ein ganzes Leben gelebt und dann irgendwo sterbend vergessen. Was bedeuten nun diese ganzen tollen Taten und schwerwiegenden Entscheidungen, welche diese Seelen getroffen haben? Nichts. Wir könnten uns ähnlich allesamt in ein Loch stürzen und es würde keinen Unterschied für diese Welt bedeuten. Auch wir würden doch nur ersetzt werden, der nächste Schwall an lebensmüden Goblins, welche in ein Kriegslager zu ihrem Himmelsfahrtkommando geschickt werden."
Während Zuviels Monologs tritt Tritzi näher an Kriecht heran
"Wieso soll ich da rum und du dort rum?" sie zeigt mit dem Finger erst links, dann rechts "Warum nicht nur auf einer Seite? Ich trete die Dornen mit meinen Stiefel zusammen" sie schaut bewundernd nach unten auf ihre Füße "Du hilfst mit dem Messer nach, dann haben wir nur die halbe Arbeit. Außerdem denke ich jetzt, die anderen sollten mitkommen. Große, viele Ziele sind von Vorteil. Und Zuviel kann sich an meinen Speer hängen, wenn wir an dem Loch vorbei gehen. Das wäre mein Vorschlag."
Kriecht verzieht das Gesicht während ihres Vorschlags zu einer Mischung aus Ärger und Ekel. Leise, aber mit schneidender Stimme fährt er sie an "Vorschlag abgelehnt, willst du uns umbringen, indem du die Großen durchs Gebüsch zerrst? Wenn uns dann einer angreift dann springt der da bestimmt freiwillig in die Grube." Dabei zeigt er auf Zuviel. Er seufzt und flüstert etwas ruhiger weiter "Du hast recht. Wir sollten uns Arbeit sparen und nur auf einer Seite laufen, aber der Auftrag war leise Bescheid sagen wenn wir etwas Schlimmes sehen. Und wenn der einmal drüben ist will ich nicht wissen wie wir ihn schnell wieder zum Dorf bekommen sollte etwas kommen. Mein Vorschlag bleibt wir gehen vor und gucken erst, dann können wir die anderen holen."
Zuviel runzelt erneut die Stirn, scheinbar ist er aufgrund seiner Angewohnheit, die Augen vor der Welt zu verschließen, in der Lage deutlich besse als der übliche Goblin zu höhren.
Während die beiden noch diskutieren tritt Spuckt näher an die Hecke heran und beginnt mit seinem Beil einige Dornenranken abzuhacken und auf das Loch zu schichten. Dabei stellt er sich eher ungeschickt an und verwendet auch keine Zweige oder Äste als Unterbaut, und so fällt das meiste davon in die Tiefe.
Als Zuviel dies hört greift er sich eine Dornenrank und drückt einen Finger fest auf einen Dorn, bis dieser blutet, und lutscht dann daran. Dann deutet er mit der anderen Hand auf einen Baum nördlich der Grube. "Man kann aus Knochen übrigens sehr viel in der Vergangenheit und auch der Zukunft lesen, gar ganze Existenzen verstecken sich zwischen manchen Überbleibseln. Man darf nur nicht mit so verschlossenen Augen wie ihr durch das Leben gehen, wisst ihr?"
Tritzi zupft an ihrer neuen Weste und schaut Kriecht nachdenklich an, bis Zuviel zu reden anfängt.
"Wir gehen mit verschlossenen Augen durch das Leben? Aber das bist doch du!"
Kopfschüttelnd steckt sie ihen Speer in den Boden.
“Wir müssen jetzt erst kundschaften, also Kriecht und ich. Du bleibt beim Speer bis ich dich hole. Und passe ja gut auf ihn auf! Ja?”
Nachdem Zuviel nach dem Speer gegriffen hat und somit erstmal in Sicherheit veranktert wurde, suchen sich Kriecht und Tritzi jeweils einen Weg um die Dornenhecken herum. Noch eine ganze Weile können sie Spuckts Gehacke hören.

Kriecht muss sich durch eine Engstelle in der Dornenhecke zwängen, schafft dies aber mit wenigen kleinen Kratzern. Tritzi hat auf der anderen Seite mehr Glück und findet eine große Lücke zwischen zwei Dornenhecken. Bis auf einige Vögel und das Keckern aufgeschreckter Eichhörnchen hört sie allerdings nicht. Sie findet einige Wildspuren von mittelgroßen Tieren, kann aber nicht näher bestimmen von welchen.

Zuviel
Ausrüstung erhalten:
von Tritzi: 1 einfacher Holzspeer (+1 ATK, +2 RATK bei Wurf)


Mission:
Erkundet die Umgebung nach Abenteurern oder gefährlichen Tieren. Solltet ihr die Bedrohung als zu hoch für euch einstufen kommt zurück und schlagt leise Alarm.

Anmerkung:

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#7
Runde 5

"Eine Grube!" ruft Gold erfreut und tritt näher heran.
Nachdem die ersten Ranken der Dornenbüsche auf dem Boden der Grube schon einen kleinen Haufen gebildet haben, sieht Spuckt sich zweifelnd nach den anderen um, die schonmal das Gebüsch durchstreifen und wendet sich an Zuviel.
"Hmpf, da ist sicher was leckeres zu finden. Hilf mir später raus, ja?"
Zuviel verharrt an Ort und Stelle, die Augen weiterhin verschlossen. Er vernimmt wieder das Klingeln, dann gesellt sich auch noch die lästige Stimme in seinem Kopf dazu: "Los, du musst etwas machen. Ich will heute noch was sehen! Ich will JETZT etwas schreiben! Los! Los!". Was auch immer er damit meint. Der Griff um den Speer, welcher noch immer in den Boden gerammt ist, wird fester und seine Knöchel treten weiß hervor. Spuckt ist sich nicht sicher ob Zuviel mit ihm redet, zuckt dann aber die Schultern und wirft noch mehr Geäst und Laub in das Loch, bis er den Haufen, der an der Grubenwand lehnt, als sicheres Polster für das Hinabspringen erachtet. Er lässt sich an der Wand soweit ab wie er kann, dann springt er, in seinen Haufen vertrauend.
Gold richtet währenddessen sein Lederband und setzt die Brille auf.
Spuckt schafft es in die Grube hinab zu springen ohne auf einem der spitzen Pfähle zu landen oder sich sonstwie zu verletzten. Als er sich aus dem Laubhaufen herausarbeitet behindert ihn schnell der schlammige Boden der Grube, vor dem ihn zuvor die Blätter des Haufens geschützt hatten. Fast bis zur Wade läuft er im Schlamm und einige Blätter kleben an ihm. Die Grube ist fast vier Goblins hoch, es wird nicht einfach hier wieder heraus zu kommen. Er erkennt im Dämmerlicht ein kleineres Skelett, das zusammengesunken und sitzend an der Grubenwand lehnt, sowie ein größeres das auf zwei Pfählen steckt.
Während er noch zu ihm waatet, kracht es laut neben ihm als Gold kopfüber hinab fällt. Das Gestell der Rückentrage landet auf einem stabilen Spieß, während Gold selbst Glück hat nur im Schlamm zu landen. Sein Schwung durch den Sturz die steile Wand hinab sorgt allerdings dafür, daß er weiterrutscht und in zwei Pfähle kracht, die abbrechen. Schlußendlich bleibt er von einem Fall vor sich her geschobenen Schlamm gestoppt liegen und stöhnt. Seine geliebte Spitzhacke liegt irgendwo hinter ihm, aber immerhin hat er es geschafft die Rückentrage nicht zu zerbrechen. Der Sturz hat ihn allerdings zwei HP durch diverse Prellungen gekostet. Stöhnend richtet er seine Brille während er murmelt "Komm schon, komm schon... Es werde Licht, mach es Licht... lass mich nicht hängen!"
Er klopft mehrmals schwach an die Brille, bis tatsächlich das linke Glas fängt schwach zu leuchten beginnt, wenn auch flackernd.

Spuckt hat derweil das kleinere Skelett unter die Öffnung gezogen um es genauer zu untersuchen. Ein Teil davon bleibt zurück, im Schlamm klebend, vermutlich die Beine.
"Spuckt, schon was gefunden?" Er zuckt etwas zusammen beim Anblick eines staubigen Skeletts "Waah...! Sag nicht das sind verunglückte von Kriegslager... oder waren das mal, Kriegsgefangene?"
"Schau du dir mal die anderen da an, vielleicht haben die ja was Feines dabei für den Topf!"
Gold schaut sich um und erkennt im flackernden Licht ein größeres Skelett, das aufgespießt fast auf der anderen Grubenseite ist.

Oben achtet Zuviel trotz des Krachs kaum noch auf Spuckt und Gold, welche wohl lebensmüde in ein tiefes, dunkles Loch sprangen - sie müssen sich wohl selbst irgendwie helfen. Oh wie gerne würde er aus seinem EIGENEN Loch herauskommen. Ein ewiger Kampf.

Während Gold zum großen Skelett waatet, kann Spuckt das kleine als toten Goblin identifizieren. Für den Topf ist aber leider nicht mehr viel übrig, außer vielleicht Knochenmark, denn die Leiche scheint von Tieren bis auf die Knochen aufgefressen worden zu sein. Nur Kleidungsfetzen und einige dünne Sehnen halten die Reste überhaupt noch zusammen. Schnell erkennt er anhand eines langen Risses im Schädel, daß der Goblin wohl durch einen gespaltenen Kopf gestorben ist. Ausrüstung kann er am Teil des Skelettes, das er bewegt hat, keine finden, bemerkt aber daß außer den Beinen auch eine Hand fehlt und einige Rippen gebrochen sind.


Weiter südlich entdecken sich Kriecht und Tritzi gegenseitig im Wald auf der anderen Grubeseite. Tritzi signalisiert wild fuchtelnd, daß bei ihr nichts Auffälliges zu finden ist. Beide prischen vorsichtig weiter und schauen immer wieder zueinander um sich Signale geben zu können.
Tritzi bewegt sich recht leise fort, doch Kriecht übersieht einen trockenen Ast unter etwas Laub und es knackt sehr laut, mehr als laut genug daß Tritzi es hört. Südlich von sich hört er ein mittelgroßes Tier aufspringen und die Flucht ergreifen, sehen kann er es aber nicht. Etwas leiser hört und sieht er auch einige Vögel auffliegen.

Gold
Schaden:
er verliert 2 HP und ist damit auf 8/10 HP


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#8
Runde 6

Tritzi schaut sich vorsichtig um, erschrickt, als sie den Ast unter Kriechts Fuß knacken hört - ein Tier scheint aufgeschreckt und Vögel flattern auf, aber sonst rührt sich nichts.
"Verdammter Stock! Was macht der auch plötzlich unter meinem Fuß!" denkt sich Kriecht, nun da ist nichts dran zu ändern. Er blickt sich zu Trizi um, um zu schauen ob auch sie seinen Fehler gehört hat.
Aus ihrerer Körpersprache erkennt er, das dem so sein musst. Er legt er sich flach auf den Boden und lauscht angestrengt.

"Argh!"

Der jähe Aufschrei von Gold scheint Zuviel wieder von der penetranten Stimme in seinem Kopf zu lösen. Kurz blinzelt er benebelt, streckt den Kopf hoch zum Himmel als auch noch Vögel aufgeschreckt davonfliegen. Ganz klar: Ein Zeichen, welches er auch schon gedeutet hat. Er greift in seinen gut gefüllten Verbandsbeutel, nimmt sich eine Verbandsrolle heraus und tritt etwas von der Grube zum nächsten Baum. Dort wickelt er schließlich die Bandage einige Male um den Baum, um dann mit dem losen Ende zurück zur Grube zu schlurfen.

Gold fährt vorsichtig mit einer Hand über die Prellungen und zieht scharf etwas Luft ein...
"N-nur eine oder zwei Prellungen... zum Glück."
Spuckt mustert das traurige kleine Skelett, doch als er merkt, dass es hier wohl nichts mehr zu holen gibt, waatet er weiter zum großen Skelett.
"Hmpf, können ja nicht gar nichts dabei gehabt haben, wenn die hier so rumhängen! Mach dich mal nützlich, Goldi und hilf suchen!"
Doch Gold ist bereits auf dem Weg zum großen Skelett, hat sogar seine geliebte Spitzhacke vorrübergehend zurückgelassen um sich besser durch den Schlamm kämpfen zu können und stattdessen einen freien Spieß aus dem Boden gezogen mit dem er den Schlamm vor sich sondiert. Durch sein deutlich höheres Gewicht hat er es im Schlamm schwerer als der leichtere Spuckt.
Relativ zeitgleich kommen die beiden beim großen Skelett an.
"Sowas rie-riesiges habe ich ja noch nie gesehen, was ist das für ein Wesen... ?" murmelt Gold zu Spuckt, während er das Skelett, das nur minimal größer als er ist, im Licht seiner flackernden Brillenlampe untersucht. Gekonnt kneift er das Auge hinter dem flackernden Glas zu und vermeidet so ständig geblendet zu werden.
"Essbares... Für den Topf... Essbares? Ugh... besser nicht!" murmelt er als ein großer Tausendfüßler mit laut klackernden Beinen aus der Augenhöhle des Wesens krabbelt, vermutlich aufgeschreckt durch das Wackeln des Skeletts während die beiden Goblins es untersuchen. Das Wesen hängt stark nach vornegelehnt auf mehreren Spießen, seine Beine sind im Schlamm versunken.
Spuckt bemerkt viele Haare vor dem Rippenhäfig des Wesens, daran einige Bartperlen. Es hatte wohl einst eine Lederrüstung an, doch diese ist verfault und hängt in Stücken auf den Rippen oder liegt am Boden. Er bemerkt aber daß im Leder Metallstücke eingenäht sind, die noch brauchbar wirken, wenn auch grünlich angelaufen.
Währendessen findet Gold, der auf der anderen Seite sucht, im Schlamm einen Lederbeutel der noch an den nietenbeschlagenen Überresten eines ehemals stabilen Gürtels hängt, obwohl er sich mehr für die Grube zu interessieren scheint als für ihren Fund. Die Grube besteht aus fast lotrechten Wänden aus fester Erde, vereinzelt von Steinen und Wurzeln durchsetzt. Es gibt keine Tunnel oder anderen Abzweigungen.

Das lose Ende bindet Zuviel an einen dicken Stein, den er dann schließlich in die Tiefen, deren Boden er weder ergründen kann noch möchte, wirft.
Er weiß nicht, ob diese Leinen einen Goblin halten werden, doch er überlässt diese Antworten einem höheren Schicksal. Der blaue Goblin hat getan, worum Spuckt ihn gebeten hatte, damit hält er sich wieder an dem eingebohrten Speer fest.
Hätte er seine Augen aufgemacht, als er den Verband befestigt hat oder den Flug des Steins beobachtet, hätte er bemerkt daß das um den Baum gewickelte Ende wohl nicht gehalten hat, als er den Stein warf, aber auch daß der Verband generell viel zu kurz für sein Vorhaben war. So fliegt der ausgekochte Verbandstreifen flattert hinter dem Stein her und verschwindet in der Tiefe.

Gold hört an der Stelle, an der er runtergefallen war, ein leises, saftiges Klatschen im Schlamm.

Während Kriecht liegt und lauscht, kann er das flüchtende Tier weit im Süden noch ein paarmal Lärm machen hören bis es außer Höhrweite ist.
Auch Tritzi starrt eine zeitlang angestrengt in den Wald, dann versucht sie Kriecht zu signalisieren, dass sie jetzt zurück gehen können um die anderen holen.
Als dieser nach einiger Zeit wieder zu Trizi rüberguckt, fuchtelt sie mit den Händen herum. Als sie Anstalten macht, zurück zu den Anderen zu gehen, steht auch er auf und macht sich auf den Rückweg.

Zuviel
Ausrüstung verloren:
1 alter Verband)


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#9
Runde 7

Als Tritzi sieht, dass Kriecht ihre Signale verstanden hat, kehrt sie beide zurück. Unterwegs entdeckt sie einige wenige Beeren an einem Busch und nascht daran. Sie will auch einige mitnehmen, doch die meisten sind noch nicht reif. Schließlich schlägt sie sich auf dem selben Weg durch das Gebüsch auf dem sie gekommen ist.

Spuckt und Gold durchsuchen derweil immer noch die Grube.
"Ahh was haben wir denn da? Was ordentliches zum Beißen-" er knabbert testweise am Metall und stellt fest das es wenig zum Beißen geeignet ist "-oder sonst was mit machen! Ab in den Topf mit euch."
Spuckt pult die angelaufenen Metallplatten aus der Rüstung und dem Schlamm und sammelt sie scheppernde in seinem Topf. Durch den omnipräsenten Schlamm verstopfen sie vorübergehend das Loch im Boden des Topfes.
Eine Platte scheint länger und dicker, hängt richtig fest im Schlamm.
Als Spuckt dies bemerkt, beginnt er an der langen Platte zu ziehen.
"Ahh da steckt noch was drin!" ruft er zu Gold, der neugierig herüberschaut.
Es ist ein rostiger Helm, den Spuckt am Nasenschutz mit einem Schmatzen halb herausziehst. Er ist schwer wie ein Stein, was aber wohl daran liegt daß er voller Schlamm ist. Zufrieden mit seinem Fund arbeitet er sich und seine Topf Richtung Blätterhaufen zurück und ruft zu Gold.
"Auf, beeil dich, will hier langsam wieder raus."
Als er am Blätterhaufen ankommt, hört er von oben Gesprächsfetzen.

Kriecht kommt vor ihr am Ausgangspunkt an und sieht nur noch Zuviel dort stehen. Er kriecht schneller und zischt ihn böse an
"Wo sind die anderen?"
Zuviel blickt in die ungefähre Richtung von der Stimme, welche von Kriecht ausgeht und scheint kurz zu überlegen. Gerade als Tritzi ankommt, sagt er "Alle sind genau dort, wo sie sein sollen. Jeder hat seinen Platz im Gefüge, daran besteht kein Zweifel."
Kriecht schaut entnervt zum Loch, während Tritzi entsetzt zwei und zwei zusammenzuzählen scheint und bemerkt daß sie gerade nur zu dritt sind. Sie start zur Grube.
"Was zum Großen Maglubiyet ist das? Wo sind die anderen beiden - doch nicht etwa...?"
"Warum ist das denn immernoch hier? Verdammt nochmal kann man euch keine zehn Herzschläge alleine lassen."
"Das Loch, ja natürlich. Ein Schwarm Vögel hat mir ein Zeichen ausgesandt. Die Brücke zwischen den Welten, ich musste sie erneut schlagen. Aus diesem Grund habe ich eine Bandage gespannt, um zwei verlorenen Seelen ihren Übergang zu erleichtern."
Schließlich deutet Zuviel - fast schon mit einem Funken Stolz - auf die nicht mehr vorhandene Abseilung, welche komplett in die Grube gestürzt sein muss.

Spuckt und Gold sehen den Großteil des Verbandes auf dem Schlamm unter dem Loch liegen. Hell sticht er gegenüber dem braunen Schlamm hervor.

Spuckt
Ausrüstung erhalten:
1 rostiger Helm voller Schlamm


Tritzi
Ausrüstung erhalten:
8 Beeren


Mission:
Erkundet die Umgebung nach Abenteurern oder gefährlichen Tieren. Solltet ihr die Bedrohung als zu hoch für euch einstufen kommt zurück und schlagt leise Alarm.

Anmerkung:

Charakterbögen:
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Kriegslager:
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#10
Runde 8

Spuckt schaut hoch und winkt den Gestalten am Rand der Grube.
"Hab hier was Feines gefunden! Helft mir raus, dann könnt ihrs auch sehen."
Kriecht schüttelt deprimiert den Kopf, er legt den Kopf in den Nacken und fragt Maglubiyet "Was habe ich getan? Wieso muss ich mich mit diesen Idioten abgeben".
Zu Trizi spricht er "Ich finde die sollen selbst ihren Weg raus finden wenn sie sich in die Scheiße reiten, aber du scheinst ja auch Schwache und Idioten zu untestützen" Er deutet auf Zuviel. "Sag Bescheid wenn du was willtst"
Damit geht er ein Stück weg von der Grube und stellt sich an einen Baum, Wache halten.

Vorsichtig nähert Tritzi sich dem Loch. Das wäre jetzt das Letzte, wenn sie auch noch dort landen würde. Sie kann aber im hellen Tageslicht nicht viel im Dunkel unter dem Loch erkennen, von der hellen Bandage und Spuckts Gesicht mal abgesehen, der gerade Gold fragt "Gold, hast du noch was? Ich steigt wieder hoch!"
"Nein... nein hier gibt's nichts mehr, also... was sollte es hier denn schon geben" Gold schüttelt den Kopf während er sich langsam durch den Schlamm zum Loch zurückarbeitet, er klingt enttäuscht. Am Loch angekommen befestigte er seine Spitzhacke an der Rückentrage und begann mit Spuckt wieder aus dem Loch herauszuklettern.

Während Spuckt den letzten Schlamm aus dem Helm schüttelt, und ihn dann in seinen Topf steckt, philosophiert Tritzi mit Zuviel.
Fragend schaut sie ihn und zeigt in das Loch "Was meinst du mit der Brücke zwischen zwei Welten? Der Welt im Loch und der außerhalb? Weshalb liegt die Bandage dann da drin? Deine zwei verlorenen Seelen müssen jetzt wohl ohne Hilfe sehen, wie sie von der einen Welt zurück in die andere kommen…"
Sie scheint konzentriert nachzudenken, dann tritt sie weg von der Grube und wendet sich ganz Zuviel zu.
"Außerdem würde ich wirklich gerne wissen, wie so ein Vogelschwarmzeichen aussieht. Was siehst du, wenn du nichts siehst, ich meine, wenn du nicht schaust, wenn du - ach, Großen Maglubiyet, wie sag ich's - Wenn die Vögel in deinem Hirn rumfliegen, machen sie da Kreise oder schlingern sie so durch die Gegend?"
Sie verdeutlicht mit ihren Armen die wilden Bewegungen der imaginären Vögel.
Zuviel wird der ganzen Fragen von Tritzi recht schnell überdrüssig. Sein Gesichtsausdruck wird konzentrierter, bis sich schließlich die Stirn in große Falten legt.
"Oft werden meine Worte angehört, aber sie werden ausnahmslos missverstanden. Du solltet aufhören die Dinge zu hinterfragen, sonst könntest du eines Tages tatsächlich eine Antwort bekommen. Hör mir gut zu, Tritzi, denn das hier ist die einzig gut gemeinte Weisheit, den ich bieten kann: Die größte Gnade dieser Welt ist unser beschränkter Verstand, der es nicht schafft, alle inneren Geschehnisse miteinander in Verbindung zu bringen. Mein Leben ist nichts anderes als ein Mahnmal, eine Warnung."
Tritzi blickt von ihm zu Kriecht und zurück. "Ich dachte halt, dass, wenn ein großes böses Tier kommt, das uns vielleicht fressen will, das sich erst jemand Großes aussucht. Oder wenn andere fiese Leute kommen, dann haben sie Auswahl…" Plötzlich schaut sie zur Grube.

Ein kurzer Schrei, gefolgt von einem klatschen, holte die beiden wieder aus ihren Gedanken in diese Welt zurück und erinnerte sie, daß zu ihren Füßen zwei ihrer Kameraden sich mit einem Schlammloch abmühten. Gold hatte Spuckt eine Räuberleiter gemacht, doch selbst auf den ausgestreckten Armen des großen Goblins hatte es nicht bis zum Rand gereicht. Nach einigen Versuchen an der feuchten Wand halt zu finden, fiel Spuckt wieder in den Schlamm, begleitet von einem lautem Scheppern des Helms im Topf. Dabei verlor er ein HP.
"Hey, helft uns doch mal!" klagte es aus dem Loch.
Zuviel senkt den Kopf zum Grubenloch, die Hände noch immer mit müder Grundhaltung dem Speer umschlungen.
"Wir leben auf einer friedlichen Insel der Ahnungslosigkeit inmitten schwarzer Meere der Unendlichkeit, und es war nicht vorgesehen, dass wir diese Gewässer weit befahren sollen... seht was es diesen armen Tropfen dort unten in der Grube gebracht hat. Hört nur, wie sie jämmerlich um Hilfe bitten. Ich kann ihnen nicht mehr helfen, auch ihr könnt es wahrlich nicht. Wird sie das Schicksal vertilgen oder wird es zuerst uns vertilgen, die bereits so viel Zeit hier vergeudet haben? - bitte erlöst mich doch endlich! Dunkle Schatten!"

Tritzi blickt zur Grube, in die Gesichert von Spuckt und Gold die von unten hinauf starren. Dann geht sie zu Zuviel und umfasst ihren Speer.
“Den brauche ich jetzt wieder, du bleibst jetzt einfach hier stehen, bis wir weiter gehen. Vielleicht hälst du dich derweilen an deinem Mahnmal fest, was auch immer das ist. “

Zusammen schafft die Gruppe es die schlammverschmierten Spuckt und Gold mit einigen Mühen aus dem Loch zu holen, samt Rückentrage, Topf und Spitzhacke. Tritzi zieht sich dabei allerdings durch die Ungeschickte Handhabung des Speers als Hochziehhilfe eine kleine Wunde von einem HP in der Handfläche zu.

Währenddessen bemerkt Kriecht Bewegung im Wald jenseits der Grube, von dort wohin zuvor das Tier geflüchtet war.

Spuckt
Schaden:
er verliert 1 HP und ist damit auf 5/6 HP


Tritzi
Schaden:
sie verliert 1 HP und ist damit auf 5/6 HP


Mission:
Erkundet die Umgebung nach Abenteurern oder gefährlichen Tieren. Solltet ihr die Bedrohung als zu hoch für euch einstufen kommt zurück und schlagt leise Alarm.

Anmerkung:

Charakterbögen:
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Kriegslager:
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