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[Zusammenfassung] Gewölbe der Garnison Teil II - Druckversion

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Gewölbe der Garnison Teil II - Gavinrod Windwiegen - 28.06.2020

Gewölbe der Garnison Teil II

Teilnehmer:
- Julia Schwarz
- Leto Kynes
- Pribislaw Pfeiffer
- Andrej Kreide
- Gavinrod Windwiegen
- Diverse Mitglieder der Stadtwache

Zitat:Vor zwei Monaten stieg eine kleine Gruppe in die Tiefen des Gewölbes der Garnison hinab. Jene kleine Ansammlung aus Menschen setzte sich zusammen aus Wachtmeister Kynes, der Protektorin de Broussard, Waffenbruder Morgen und dem Mechanikus Eisermann. In ihrem Ansinnen die alte, schreckliche Vergangenheit des Ortes zu ergründen und ihre letzten Geheimnisse zu entreißen, begingen sie einen tragischen Fehler. Die Vergangenheit des Ortes blühte wieder in all ihrer schrecklichen Pracht auf, als sie die Pforte zu einer anderen Ebene der Existenz selbst öffneten. Hinter einem Spiegel verborgen, welchen sie zerbersten ließen, ergoss sich eine abstoßende, stinkende Flut aus fleischgewordenen Albträumen aus Mann und Schwein in die Hallen, um sie für ihre abyssalen Herren zu erobern. Mit der Dunkelheit erneut unter den Füßen brodelnd, war es wieder an der Zeit zum Schwert zu greifen, um den einströmenden Horror des Äthers Einhalt zu gebieten.
 

Eine kleine Streitmacht wurde im Hofe der Garnison gesammelt, welche sich dessen annehmen sollte. Außerdem stellte die Stadtwache alle zur Verfügung stehenden Soldaten bereit, um im Kampf in den Gewölben ihren Beistand zu leisten. So befanden sich am Ende die versammelten Soldaten der Stadt, eine Magierin und ein paar Bürgern dort. Doch wo waren die Krieger der Solaner? Jene die sich selbst dazu berufen sahen gegen die Schergen von Skrettjah anzutreten? Sie wussten von den Schrecken, doch erschienen sie nicht an diesem Tag auf dem Hofe. Kein einziger. Allerdings gab es weitere Vorkommnisse, welche Grund zur Sorge gaben. Die edle und gütige Adlige Finja von Drachenberg, war ebenso verschwunden. Dies sogar schon seit Wochen. Ihr Aufenthalt zu ermitteln war ebenso von größter Wichtigkeit und gleichsam unsere Aufgabe.
 
So wurden drei Einheiten gebildet. Eine angeführt von Kynes, zusammen mit Julia Schwarz, Pribislaw Pfeiffer und Steffan Wolfram. Die zweite Gruppe wurde geleitet von Windwiegen, welcher Rekrut Kreide, Soldat Kori und Collin O´Brian unter sich hatte. Die letzte Truppe wurde von niemand anderen als Kommandant Morgenstern befohlen, welcher Floki Borr und Jürgen Klammholder bei sich wusste. Die Gruppe von Kynes hatte zur Aufgabe da Schatzhaus zu durchsuchen und von da in das Gewölbe vorzustoßen, während Windwiegen seine Mannen über den Zugang der Garnison in die Tiefen bringen sollte. Morgenstern suchte sich währenddessen seinen eigenen Weg in die dunklen Gefilde.
 
So brachen die Kämpfer auf, um in die unheilvollen Tiefen hinab zu steigen. Die Gruppe um Kynes betrat das Schatzhaus und durchsuchte dieses nach Anzeichen über den Verbleib von Fräulein von Drachenberg. Sie selbst blieb verschwunden und nur ein unvollendeter Brief konnte gefunden werden, welcher keinen weiteren Aufschluss gab. Nur ein Durchbruch in der Schatzkammer ließ erahnen, wohin die edle Dame entführt worden sein mag. Hinab in die dunklen Tiefen des Chaos.
 
So stieg man hinab und  begann die Katakomben zu erkunden. Als erstes wurden sie unangenehm überrascht von einigen wiederbelebten Knochen, welche sie aus alten Zellen heraus anfielen. Diese waren rasch besiegt und man setzte seinen Weg fort, um alsbald auf die ersten Schweinekreaturen zu treffen, welche man niederrang. Danach ging es weiter zu einem alten Raum, wo man eine Muskete fand. Von dort aus ging es noch weiter durch die Gänge, bis man auf die Gruppe unter Windwiegen traf, doch was haben diese bis dahin gemacht?
 
Sie gingen, wie geplant, über den Zugang in der Garnison hinab und stießen recht bald auf die ersten Zeichen dessen, was weiter unten auf alle warten sollte. Die Böden, Wände und Decke waren von einem fremdartigen Befall heimgesucht worden. Pilze und Gewächse, welche nicht von dieser Welt waren, gediehen in den vorher kalten und steinernen Hallen. Doch waren sie von abartiger und kranker Natur, welche nicht in diese Welt gehörte. Dies fand man rasch heraus, als man auf einen dieser Gewächse trat, welche in einer Art abartig stinkenden Wolke platzte, welche nach Verwesung stank. Leicht benebelt und teilweise mit erleichterten Magen trat man vorsichtig seinen Weg weiter fort. Nun zumindest für die nächsten Meter, bis man gegen einen alten Kessel mit aller verfügbaren Kraft trat. Der Hall des Kessels dröhnte dabei durch die gesamten unheilvollen Abgründe. Das Überraschungsmoment war dahin, denn erwartet wurde man schon. Drei der schweineartigen Missgeburten hatten sich bereits zu einem provisorischen Hinterhalt versucht aufzustellen.
 
Allerdings wurden sie entdeckt und dezimiert. Danach ging es die Treppe hinab, wo man auf eine mit Pilzgeflecht bedeckte Tür traf, die sich augenscheinlich nicht passieren ließ für den Moment. So suchte man sich einen anderen Weg links entlang in die alten Quartiere der Familie Drachenberg.Hier fand man allerdings nur einen weiteren Gegner. Eine kleinere Abart der Schweinewesen, welche weitaus weniger kräftig wirkte, dafür aber umso schwerer zu treffen war! Sie spie eine widerwärtige Substanz, welche nicht nur an Abartigkeit kaum zu übertreffen war, sondern auch höhst aggressiv war und Metall und Fleisch zugleich zu schmelzen vermochte, was dem Paar Stiefel von O´Brian zum Verhängnis wurde, welcher fort an auf dem nackten Boden der Tatsachen schreiten musste.
Nach einem langen und mild erniedrigenden Kampf gegen diese Kreatur durchsuchte man die Quartiere, fand aber nichts hilfreiches dort unten. So wandte man sich ab und traf auf die Gruppe von Kynes, welche ebenso nun ihren Weg vor die blockierte Tür fand.

In diesem Moment ertönte der Schrei von Kommandant Morgenstern. Kynes zögerte nicht lang und vernichtete sprichwörtlich die unpassierbare Tür mit einem einzigen massiven Tritt, welches das Holz in alle Teile bersten ließ. Der Mann hatte es eilig!

So stürmte die Truppe hinab, wo sich das Herz der Verderbnis befand. In einem Ort angekommen, welcher nicht mehr wie eine Katakomben, sondern wie das Reich Skrettjahs anmutete standen die Männer dort und kämpften mit einer ganzen Horde von schweineartigen Kreaturen. Der Ruf ertönte erneut „Sie haben Borr!“. Doch zu allem sah man nun auch, welches Übel dieser Hort des Bösen gebar. Eine riesige Masse verfluchten Fleisches, welche so groß wie fünf Männer war. Sie erhob sich über den Raum. So kämpften wir uns durch die Feinde vor uns bis wir die Kammer erreichten, worin diese Missgeburt aus Fleisch und dunkler Magie thronte. Doch zu allem Übel sahen wir hoch droben in vielen Meter Höhe auch etwas anderes. Es war ein Mensch. Finj Fräulein von Drachenberg war dort gefesselt an einer der Wände des Raumes. Direkt hinter ihr ein großes Portal, welches wohl zum Ursprung dieser höllischen Kreaturen führt. Außerdem befanden sich dutzend weitere Portale an den Wänden verteilt.
 
Ein heftiger Kampf entbrannt in dessen Verlauf Floki von den Tentakeln der Kreatur zerquetscht und gefressen wurde. Magierin Schwarz rief hinein, dass die Portale wohl der der Schlüssel zum Sieg wären. So fing man an diese zu beharken und anzugreifen. Während ein weiterer Soldat ergriffen und beinahe zerquetscht wurde. Nur dem heldenhaften Einschreiten von Collin O´brian wurde dieses jedoch verhindert. Viele verzweifelten im Angesicht des Chaos! Aber nicht dieser Mann! Nicht heute! Er kämpfte sich bis zum Maul der Kreatur selbst vor und schnitt dort seinen Kameraden frei, um ihn in Sicherheit zu ziehen und zu verarzten. Dies alles während der Dämon immer wieder versuchte Collin mit seinen Fangarmen zu zermalmen. Ein tapferer Mann, der Leib und Leben riskierte für die seinen. Nicht wie andere an diesem Tag. Zum Glück allerdings, nachdem genug Portale zerstört wurden, fiel die Kreatur in sich zusammen und schrumpfte zu einem Haufen verrotteten Fleisches zusammen. Fleischbrocken fielen von der Decke und die Dunkelheit wich langsam von diesem verfluchten Ort.

Doch in allem Kampfeifer hatten wir eins übersehen. Finja. Sie wurde von den Ketten in das Portal gezogen zu seinem Schicksal, welches dem menschlichen Verstand entzog. Der bittere Geschmack eines Sieges, welcher keiner war, lag in der Luft.

So wurde das letzte Portal zerstört und der Sieg gegen die Kreaturen aus den Ebenen Skerettjas verkündet. Doch zu welchem Preis? Und wie viel Schaden ein einzelner Mann doch anrichten vermag? Nach all den Jahren? Möge ihm ewiges Leid für seine Narretei anheimfallen und für jene armen Seelen gebetet werden, die wir verloren haben.

Bericht aus der Feder von Gavinrod Windwiegen